04.11.2016

Professurvertretung am Fachbereich Sozialwesen

Dr. Sara Hubrich vertritt Professur im Schwerpunkt Musikalische Bildung.

Bielefeld (fhb). Zum 1. Oktober hat Dr. Sara Hubrich eine Professurvertretung im Schwerpunkt Musikalische Bildung im Rahmen der Pädagogik der Kindheit am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld übernommen. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in der musikbezogenen Kinder- und Kindheitsforschung/Erforschung der Perspektiven von musikalischen Gestaltungsprozessen mit qualitativ-empirischen Verfahren sowie in der praxis-basierten Forschung im deutsch- und englischsprachigen Raum. Zudem setzt sie sich auseinander mit musikalischer Bildung in der Kindheit, ästhetischer Erziehung und Bildung, Improvisation, Musik- und Tanztheater, Community Music und Workshops, Konzertpädagogik, musik- und theaterpädagogischer Projektarbeit, forschendem Lernen und ästhetischem Forschen.

An der Musikhochschule in Hannover hat Hubrich ihr Studium zur Instrumentalpädagogin begonnen. Zu ihren Fächern zählten Pädagogik, Violine, Viola, und Klavier. Darauf folgend hat sie ihr Studium an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow fortgesetzt und später in London an der Guildhall School of Music and Drama abgeschlossen. Dort zählten unter anderem Improvisation, Jazz und Tanztheater zu ihren erweiterten Interessen. Insgesamt war sie mehr als 14 Jahre in Großbritannien. Nach ihrem Studium hat sie dort an der Birmingham City University promoviert. Darüber hinaus hat Hubrich eine Ausbildung als Shiatsu- Therapeutin absolviert und als Video-Technikerin im Archiv der Associated Press Television News und des World Radio News gearbeitet. Zuletzt war sie Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach „Ästhetische Erziehung und Bildung“ an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. Am Institut für Musikpädagogik an der Fachhochschule Nordwestschweiz besetzte sie zudem eine Forschungsstelle.

Ihren Tätigkeitsbereich an der FH Bielefeld beschreibt Hubrich so: „Wie bei so vielen Dingen, ist es auch bei der Musik so, dass Folgendes in einem Zusammenhang steht: in wieweit ich eigene Erfahrungen gemacht und Theorien reflektiert habe, bestimmt mitunter, wie weit und wie tief ich das Potential in der Praxis ausschöpfen kann. Musik verlangt einem viel Geduld und Engagement ab, gibt aber viel zurück. Wenn ich es anderen ermöglichen will, in kreative Gestaltungsprozesse zu kommen, dann ist es notwendig, dass ich mich selber diesem "Feuer" ausgesetzt habe und immer wieder aussetze. Man könnte sagen, kreatives Schaffen mit Klängen oder anderen Materialien ist wie ein Muskel, den man trainieren und aufbauen kann und vor allem erfährt man durch seine Benutzung das Potential, das darin steckt.“