07.03.2016

Übergang von Schule oder Beruf zur Hochschule erleichtern

Die Vorkurse in Mathematik und Englisch für die neuen Erstsemester sind gestartet.

Bielefeld (fhb). Zur Auffrischung  des Schulwissens bietet die Fachhochschule (FH) Bielefeld seit sechs Jahren vor Beginn des Studiums Vorbereitungskurse in Mathe und Englisch an, die so genannten Propädeutika. Zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn drehte sich im Audimax für rund 90 neue Erstsemester nun bereits alles um „he, she, it – S muss mit!“ und die verflixte Bruchrechnung.  „Mit dem Angebot soll der Übergang von der Schule oder dem Beruf zur Hochschule erleichtert werden“, sagt Prof. Dr. Andreas Beaugrand von der FH Bielefeld, der die Kurse mitinitiiert hat.  

Gleich zu Beginn rauchten bereits die ersten Köpfe, denn der Mathematikkurs startete mit einer nicht angekündigten Klausur zur Feststellung des Wissenstands. Drei Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen hier ihr Schulwissen auffrischen, nur ein Viertel benötigt Unterstützung in Englisch. „Die Propädeutika sind nicht verpflichtend. Die Studierenden sind von Anfang an aufgefordert, sich um ihr Wissen zu bemühen“, so Beaugrand.

Neben dem fachlichem wird während der zwei Wochen auch Wissen über die politische Kultur Deutschlands und die akademische Selbstverwaltung der FH Bielefeld vermittelt. Gleichzeitig würden die Propädeutika auch die sozialen Kontakte fördern: „Wer sich hier kennenlernt bleibt oft das ganze Studium befreundet“, berichtet Beaugrand. Dazu trägt auch der Bielefeld-Kennenlern-Abend für zugezogene Erstsemester am Mittwochabend in verschiedenen Lokalitäten der Stadt bei.

Eingeführt wurden die Propädeutika vor sechs Jahren auf Initiative der Studierendenvertretungen, die Vorschläge zur Verwendung der Studiengebühren machen sollten. „Zwar sind die Gebühren mittlerweile abgeschafft, doch wir können die Propädeutika dank  einer Förderung des Landes weiter anbieten“, erklärt Beaugrand.