Mit der Ausstellung "Kunst ist ... übers Wasser gehen" setzt die Galerie Hochschulverwaltung ihr Ausstellungsprogramm fort. In der Zeit vom 17. November 2009 bis 12. Februar 2010 werden Bilder und Zeichnungen von Studierenden des Qualifizierungsbereichs Kultur und Medien am Fachbereich Sozialwesen gezeigt. Ergänzt werden sie durch weitere Bilder der Studierenden aus dem gemeinsamen Projektseminar von Fachlehrerin Ingrid Ruther und Professor Christoph Rust sowie Bilder aus verschiedenen kunstpädagogischen Seminaren der letzten Jahre. Die Ausstellung wird wieder durch die Fachhochschulgesellschaft gefördert.
Im Rahmen der beiden Studiengänge Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit bildet der Qualifizierungsbereich Kultur und Medien einen wichtigen Studienschwerpunkt im Fachbereich Sozialwesen. Die FH Bielefeld hat als erste deutsche Hochschule in ihren Studiengängen vier Professorenstellen für bildende Kunst, Theater, Musik und neue Medien eingerichtet.
Gleichberechtigt neben der theoretischen Durchdringung der zukünftigen Berufsfelder findet im Studium auch eine längere Auseinandersetzung mit der ästhetischen Praxis in einem selbstgewählten Medium statt. Nach den Grunderfahrungen mit spezifischen Materialien, Medien oder gestalterischen Mitteln erhalten die Studierenden ein Repertoire an ästhetisch-praktischen Methoden als Interventions- und Reflektionsinstrumente für ihre pädagogische Praxis, die sie in einem dreisemestrigen Projekt erproben.
"Die gezeigten Arbeiten der Studierenden", so Christoph Rust, Professor für Ästhetik und Kommunikation, "sind Zeugnisse dieser intensiven ästhetischen Prozesse, die Grenzen überschreiten: negative Vorerfahrungen werden überwunden und im Experiment entstehen Arbeiten von beachtlicher Ausdruckskraft. Diese sehr persönlichen und positiven Prozesse sind in der von einer Studierenden geäußerten Bemerkung "Kunst ist ... übers Wasser gehen" gleichnishaft zusammengefasst. Dabei zeigt sich gerade bei den Studierenden, die über kaum oder gar keine ästhetischen Vorerfahrungen verfügen, oft ein enormes Potential, das bis dahin nie genutzt wurde."
Gezeigt werden Werkgruppen der Studierenden Sybille Beier-Kreft, Petra Czok, Udo Ebert, Eduard Gietsel, Angelina Kulturidi, Irina Mann und Carola Wehmeyer.