Am 13. November 2013 bekam die Hochschule grünes Licht von der Akkreditierungsagentur AQAS: Nachdem die zuständige Kommission der Kölner Agentur die Antragsunterlagen geprüft hat, kann sich die Hochschule nun auf die erste Begutachtung vorbereiten, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2014 stattfinden soll.
Was bedeutet Systemakkreditierung?
Akkreditierung stellt ein Instrument zur Qualitätssicherung und -verbesserung in Studium und Lehre dar. Bisher wurden einzelne Studiengänge in der so genannten Programmakkreditierung begutachtet. Seit 2007 ist es möglich, anstelle einzelner Studiengänge das gesamte interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule akkreditieren zu lassen. Dieses Verfahren wird als Systemakkreditierung bezeichnet. Die erfolgreiche Systemakkreditierung ist der Nachweis, dass die Hochschule in der Lage ist, ihre selbstgesteckten Qualitätsziele in Studium und Lehre - insbesondere im Hinblick auf die Neu- und Weiterentwicklung von Studiengängen - durch selbst definierte und gelebte Prozesse zu erreichen. Studiengänge, die nach einer erfolgreichen Systemakkreditierung eingerichtet werden oder bereits Gegenstand der internen Qualitätssicherung nach den Vorgaben des akkreditierten Systems waren, sind damit akkreditiert.
Was sind Unterschiede zwischen Programmakkreditierung und Systemakkreditierung?
Die Systemakkreditierung verlangt von den Studiengängen und Fachbereichen die Erfüllung bzw. Einhaltung genau derselben Kriterien, die aus der Programmakkreditierung bekannt sind. Sie erlaubt aber der Hochschule, Prozesse und Verfahrensweisen zu entwickeln und zu gestalten, um die Einhaltung dieser Kriterien selbstständig sicherzustellen.
Bei erfolgreicher Systemakkreditierung werden Programmakkreditierungen in ihrer bekannten Form für die betreffenden Fachbereiche entfallen. Im Verfahren der Systemakkreditierung wird neben der Begutachtung des gesamten Qualitätssicherungssystems stichprobenartig in Studiengängen überprüft, ob die Kriterien des Akkreditierungsrates sichergestellt werden und die Verfahren klar geregelt sowie überprüfbar sind.
Im Vergleich zu Programmakkreditierungen bedeutet die Systemakkreditierung einen Zuwachs an Gestaltungsspielraum und Selbstregulierung, sowohl für die FH Bielefeld als Ganzes als auch für die einzelnen Fachbereiche.
Was möchte die FH Bielefeld mit der Systemakkreditierung erreichen?
- transparente Abläufe als Basis für die kontinuierliche Verbesserung der Qualität
- Weiterentwicklung der Qualitätskultur
- weg von der Überprüfung jedes einzelnen Studiengangs durch externe Agenturen - hin zu eigenständiger Qualitätssicherung in Studium und Lehre
Projektleitung
Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff (Präsidentin)
Projektkoordination und Kontakt
Tabea Leibbrand (Dezernat Planung, Controlling, Qualitätsmanagement)
tabea.leibbrand@fh-bielefeld.de
Telefon: +49.521.106-7784
Lenkungsteam
Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff (Präsidentin)
Prof. Dr. Andreas Beaugrand (Vizepräsident für Studium und Lehre)
Gehsa Schnier (Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung)
Prof. Roman Bezjak (Dekan FB Gestaltung)
Prof. Dr. Lothar Budde (Dekan FB Ingenieurwissenschaften und Mathematik)
Prof. Dr. Uwe Rössler (Dekan FB Wirtschaft und Gesundheit)
Prof. Dr. Michael Mohe (Dekan FB Technik)
Prof. Dr. Hans-Georg Gülzow (Dekan FB Architektur und Bauingenieurwesen als ständiger Gast im Lenkungsteam)
Studierendenvertreter FB Ingenieurwissenschaften und Mathematik, Wirtschaft und Gesundheit, Technik.
Rückblick und Zeitplan
2011 baten die Fachbereiche Ingenieurwissenschaften und Mathematik sowie Wirtschaft und Gesundheit das Präsidium zu prüfen, ob sie oder die gesamte Hochschule in eine Systemakkreditierung einsteigen könnten.
2012 standen die Bestandsaufnahme und Analyse des bestehenden Qualitätsmanagements im Mittelpunkt. Dabei kamen die Beteiligten der FH Bielefeld zu dem Schluss, dass die Hochschule eine gute Ausgangsbasis für eine Antragstellung zur Systemakkreditierung hat. Schlüsselbereiche sind zum Beispiel
- eingespielte Planungs- und Evaluationsverfahren auf der Hochschul- und Fachbereichsebene
- geltende Eckpunkte für Bachelorstudiengänge
- in früheren Entwicklungsplänen formulierte und seither angewandte Kriterien für den Einsatz von Qualitätsverbesserungsmitteln
Im Frühjahr 2013 beschloss das Präsidium, für Mitte 2015 die Systemakkreditierung für die Hochschule anzustreben und im Herbst 2013 den Antrag auf Zulassung zur Systemakkreditierung zu stellen. AQAS wurde als Agentur zur Durchführung des Verfahrens ausgewählt.