02.02.2012

Ausbau der dualen Studienangebote / Gemeinsame Forschungslabore mit mittelständischen Unternehmen

Fachhochschule Bielefeld unterzeichnet Ziel- und Leistungsvereinbarungen 2012 bis 2013 mit dem Land Nordrhein-Westfalen.

Bielefeld (fhb). Am 2. Februar unterzeichneten die Fachhochschule Bielefeld, die Universität Bielefeld, die Universität Paderborn, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie die Hochschule Hamm-Lippstadt die vierte Generation der Ziel- und Leistungsvereinbarungen. Zum gemeinsamen Unterschriftentermin im Senatssitzungssaal der Universität Bielefeld war NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze aus Düsseldorf angereist. Sie stellte fest: "Mit den Zielvereinbarungen setzen wir unsere Anstrengungen für ein gerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem fort. Sie schaffen zugleich die notwendige Balance zwischen Hochschulautonomie, Transparenz bei der Verwendung staatlicher Mittel und den wissenschafts- und forschungspolitischen Gesamtinteressen des Landes." Für die FH Bielefeld unterzeichnete Vizepräsident Prof. Dr. Friedrich Biegler-König die Vereinbarung.

Ziel- und Leistungsvereinbarungen werden seit dem Jahr 2002 zwischen dem Wissenschaftsministerium und den NRW-Hochschulen abgeschlossen. Die Hochschulen definieren hier ihre Entwicklungsschwerpunkte und Ziele, beispielsweise in den Bereichen Lehre und Studium, Forschung und Entwicklung oder auch Bauvorhaben und Diversity Management. Im Gegenzug garantiert das Land den Hochschulen finanzielle Planungssicherheit. Die aktuellen Ziel- und Leistungsvereinbarungen gelten für den Zeitraum von zwei Jahren von Anfang 2012 bis Ende 2013.

Die FH Bielefeld wird, so steht es im Vertragswerk, "als Hochschule in dynamischer Entwicklung" ihr vielfältiges Studienangebot ausbauen. Zudem werden "die Realisierung einer Campus-Hochschule, die Weiterentwicklung der Lernkultur und die Stärkung von Forschung und Entwicklung" als primäre Ziele hervorgehoben. Konkret befürwortet das Ministerium den Ausbau zusätzlicher dualer Studienplätze. Besonders gefördert werde soll der Bereich Pflege, für den bis 2013 am Standort Bielefeld insgesamt 120 duale Studienplätze zur Verfügung gestellt werden sollen. Ein Vorhaben, das vom Land mit immerhin zusätzlich 2,5 Professoren-Stellen honoriert wird.

Die Zentrale Studienberatung, erst vor knapp drei Jahren eingerichtet, soll aus so genannten "Qualitätsverbesserungsmitteln" weitergeführt werden. Der Bedarf an Beratung ist groß und wird weiter wachsen, weshalb ein "umfassendes Beratungsangebot" sowohl Studieninteressierten als auch Studierenden zugute kommen wird und zur Verbesserung des Studienerfolgs beitragen kann.

Des Weiteren beabsichtigt die FH Bielefeld, durch zusätzliche Kooperationsverträge mit Universitäten die Möglichkeiten zu kooperativen Promotionen weiter voranzutreiben. In Sachen Forschung wird formuliert: Die Hochschule setzt sich zum Ziel, die aus der Wirtschaft eingeworbenen Drittmittel in Bezug auf das Vorjahresvolumen um fünf Prozent zu steigern. Hilfreich wird dabei sein, dass die Hochschule plant, mit mittelständischen Unternehmen der Region weitere gemeinsame Forschungslabore einzurichten.