Bielefeld (fhb). Die Einbeziehung digitaler Medien in die akademische Lehre und die Bedeutung der Digitalisierung für die strategische Weiterentwicklung deutscher Hochschulen: Mit diesen Themen beschäftigt sich jetzt das "Hochschulforum Digitalisierung". Es wurde initiiert vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung, von der Hochschulrektorenkonferenz und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Unterstützt wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. "Ziel des auf drei Jahre angelegten Kooperationsprojektes ist es, den Diskurs über Chancen und Herausforderungen digitaler Medien im Hochschulbereich zu stärken und konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten", heißt es zum Forums-Start in einer Pressemitteilung des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft. Professor Dr. rer. nat. Jörn Loviscach, er lehrt Ingenieurmathematik und Technische Informatik an der Fachhochschule Bielefeld, ist einer von sechs Projektleitern. Sein Themengebiet: "Innovationen in Lern- und Prüfungsszenarien". Loviscach: "Das Ziel wird sein, nicht nur nationale und internationale Entwicklungen zu beobachten, sondern auch die Akteure zu beraten und Neues anzustoßen."
Das "Hochschulforum Digitalisierung" basiert auf sechs Themengruppen. Neben der Gruppe von Professor Loviscach zählen dazu:
- "Neue Geschäftsmodelle & Technologien & Lebenslanges Lernen" mit dem
Themenpaten Hans Pongratz, Geschäftsführender Vizepräsident für IT-Systeme & Dienstleistungen (CIO) TU München;
- "Internationalisierung und Marketingstrategien" mit Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes;
- "Change Management und Organisationsentwicklung" mit Professor Dr. Wilfried Müller, ehemaliger Rektor der Universität Bremen;
- "Curriculum Design und Qualitätssicherung" mit Professor Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität in Hagen sowie
- "Governance und Policies" mit Professor Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier.
Die Expertengruppen wollen sich, so die Pressenotiz des Stifterverbandes, "in regelmäßigen Abständen mit aktuellen Fragen, Herausforderungen, Best-Practice-Beispielen und Impuls-Initiativen" auseinandersetzen. Sie sollen Zukunftsszenarien und Fallbeispiele erarbeiten, Studien und Publikationen vorlegen, Leitsätze formulieren sowie strategische Handlungsoptionen aufzeigen. "Mit dem Hochschulforum Digitalisierung entsteht eine nationale, unabhängige Plattform, die den Dialog über die Digitalisierungspotentiale der deutschen Hochschulen bündelt und moderiert", vermeldet das Forum auf seiner Internet-Seite.
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Mehr unter: www.hochschulforumdigitalisierung.de