Bielefeld (fhb). Professor Dr. Walter Wolff, der Gründungsrektor der Fachhochschule Bielefeld, ist am vergangenen Sonntag im Alter von 92 Jahren verstorben. Die Fachhochschule Bielefeld ist Prof. Dr. Wolff zu großem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren, so Präsidentin Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff.
Wolff war von Oktober 1961 bis Juli 1971 zunächst an der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen, einer Vorgängereinrichtung der Fachhochschule Bielefeld, tätig. Ab August 1971 arbeitete er dann bis zum Eintritt in den Ruhestand im Februar 1986 an der FH Bielefeld am Fachbereich Maschinenbau.
Von August 1971 bis Januar 1972 war er als Rektorbeauftragter an der neu gegründeten Fachhochschule Bielefeld mit der Wahrnehmung der Aufgaben eines Rektors betraut. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er mit großem Engagement erfolgreich wahrgenommen.
Der gebürtige Detmolder studierte an den Technischen Hochschulen in Berlin und Darmstadt Maschinenbau. 1950 übernahm er die Leitung des Getriebe- und Strömungsgetriebebaus beim Unternehmen Krupp in Essen. Von 1953 bis 1955 studierte Wolff dann an der Universität Köln Betriebswirtschaftslehre und wurde 1957 promoviert.
Nach einigen Jahren Industrietätigkeit in Hamburg nahm Professor Wolff 1961 den Ruf an die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen in Bielefeld an. Am Fachbereich Maschinenbau war er für die Lehrgebiete Arbeits- und Betriebslehre, Fertigungsplanung und -steuerung sowie später für die Sicherheitstechnik verantwortlich.
Privat förderte der Vater von drei Töchtern die junge akademische Fliegergruppe AKAFLIEG in Bielefeld. Professor Wolff, der bereits mit 16 Jahren seine Begeisterung für das Segelfliegen entdeckte, war bei AKAFLIEG als "fliegender Professor" bekannt und saß noch mit 87 Jahren im Cockpit, begleitet von seiner Ehefrau Ingeborg, mit der er im vergangenen Jahr diamantene Hochzeit feierte.