Einladung zum Forschungskolloquium
Im Standardmodell der Teilchenphysik kann der Aufbau der Welt durch eine minimale Anzahl von elementaren Bausteinen beschrieben werden. Obwohl das Modell seit seiner Einführung in zahlreichen Experimenten überprüft und immer wieder bestätigt worden ist, war lange Zeit unklar, woher die Elementarteilchen Ihre Masse erhalten. Erst im Juli 2012 ist es Forschern am CERN gelungen, das sogenannte Higgs-Teilchen an zwei großen LHC-Experimenten (ATLAS und CMS) nachzuweisen.
Dieses besondere Teilchen gehört zu einem Feld, das eine Gruppe von Wissenschaftlern bereits in den 60er Jahren als Erweiterung des Standardmodells eingeführt hatte. Die Masse der Elementarteilchen kann demnach durch die Wechselwirkung der Teilchen mit dem Higgs-Feld erklärt werden. Am 8. Oktober 2013 wurde schließlich der Nobelpreis für Physik an François Englert und Peter W. Higgs für Ihre Entwicklung der zugrundeliegenden Theorie - dem Higgs-Mechanismus - verliehen.
Dieser Vortrag soll Ihnen auf anschauliche Weise folgende Fragen beantworten:
Wie funktioniert der Higgs-Mechanismus?
Wie wurde das Higgs-Boson experimentell nachgewiesen?
Wieso ist dieses Teilchen von so fundamentaler Bedeutung für das Standardmodell?
Vortragender: Prof. Dr. rer. nat. Lars Fromme, Fachhochschule Bielefeld
Anmeldung und weitere Informationen unter
forschungskolloquium.fh-bielefeld.de