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10. Bundeskongress Soziale Arbeit auf dem Campus Bielefeld eröffnet.
Bielefeld (fhb). „Der Wert des Sozialen – Der Wert der sozialen Arbeit“, unter diesem Titel eröffneten am Mittwoch Professor Dr. Michael Stricker, Dekan des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld, die Professorin Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der FH Bielefeld, und Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld, den Jubiläumskongress Soziale Arbeit. Knapp 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich für den diesjährigen Bundeskongress angemeldet, der sowohl im Audimax der Universität Bielefeld als auch in zahlreichen Räumen der FH Bielefeld stattfindet.
„Soziale Arbeit ist ein hochattraktives Berufsfeld“, erklärte Professor Stricker beim Auftakt. Jedes Jahr gehen für den Studiengang Soziale Arbeit an der FH Bielefeld um die 3.500 Bewerbungen ein. Zudem biete der Beruf „gute Zukunftsperspektiven“, wie Stricker anhand der Befragungsergebnisse von Absolventinnen und Absolventen belegte. Im Vergleich jedoch zu anderen Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit durchschnittlich 3.460 Euro erwartet Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit im Schnitt 2.710 Euro eine geringes Einstiegsgehalt. Ein Grund für ihn – und ebenso Anlass für den Titel des Bundeskongresses – den Wert der sozialen Arbeit zur Debatte zu stellen. Gemeinsam mit Sozialdezernent Nürnberger und der FH-Präsidentin Schramm-Wölk diskutierte Stricker auch über die Freiräume, die man Studierenden der Sozialen Arbeit lassen sollte. Schramm-Wölk plädierte dafür, „ein breites Spektrum unterschiedlicher Studienmodelle“ anzubieten, „vor allem in einer Zeit, in der Diversität eine immer größere Rolle spielt“.
Bis Freitag finden in der FH Bielefeld rund 140 Workshops, Vorträge und Diskussionen statt. Das Themenspektrum reicht dabei von der digitalen Zukunft der sozialen Arbeit, über Wohnungslosenhilfe bis hin zu Flucht und Migration.