14.07.2025

Erfolgsstrategie mit und für Goldbeck: Jendrik Dopheide macht seinen Master berufsbegleitend an der HSBI

Jendrik Dopheide vor der Firma Goldbeck
Mit zwei Bachelor-Abschlüssen und einem Vollzeitjob entschied sich Jendrik Dopheide, den berufsbegleitenden Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld zu absolvieren. © P. Pollmeier/HSBI
Jendrik Dopheide läuft eine Treppe herunter
Mit klaren Prioritäten, einem gut strukturierten Wochenarbeitsplan und dem Rückhalt im Familien- und Freundeskreis meisterte Jendrik Dopheide das Studium. Auch die Firma Goldbeck unterstützte ihn mit individuellen Maßnahmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Studium. © P. Pollmeier/HSBI
Eine Person sitzt vor einem Laptop, offen ist eine Seite der Hochschule Bielefeld
In seiner Masterarbeit bearbeitete Jendrik Dopheide ein Thema direkt aus seinem Arbeitskontext bei Goldbeck und konnte so Theorie optimal mit echter praktischer Relevanz verbinden. © P. Pollmeier/HSBI
Jendrik Dopheide in der Firma Goldbeck
Als strategischer Einkäufer im Bereich Glas & Metallbau bei Goldbeck übernimmt Jendrik Dopheide Verantwortung und arbeitet an strategischen Themen mit. © P. Pollmeier/HSBI
Schriftzug der Firma Goldbeck auf rotem Hintergrund
Auch die Unternehmen profitieren, wenn sie ihre Mitarbeitenden beim berufsbegleitenden Studium unterstützen: Sie bringen aktuelles Wissen in die Unternehmen und stärken deren Innovationskraft. © P. Pollmeier/HSBI
Jendrik Dopheide vor der Firma Goldbeck
Mitten im Studium bekam Jendrik Dopheide schon ein Jobangebot bei einem der europaweit führenden Unternehmen im Gewerbebau, der Firma Goldbeck aus Bielefeld. © P. Pollmeier/HSBI
Weil er an strategischen Themen mitarbeiten und Verantwortung übernehmen wollte, absolvierte Jendrik Dopheide neben seinem Vollzeitjob den berufsbegleitenden Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld. Das Engagement zahlte sich schon während des Studiums aus: Er wechselte als strategischer Einkäufer zum europaweit erfolgreichen Bielefelder Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck.

Bielefeld (hsbi). Zwei Bachelorabschlüsse – das reicht an akademischer Ausbildung, dachte sich Jendrik Dopheide zunächst. Aber es dauerte nicht lange, bis er sich in den Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Bielefeld (HSBI) einschrieb. „Ich hatte doch noch nicht genug“, sagt der 33-Jährige heute und lacht. Eine Entscheidung, die sich schon während des Studiums als beruflich vorteilhaft erwies.

Mit einer grundsoliden Ausbildung zum Industriekaufmann startete Jendrik Dopheide sein Berufsleben. „Da wusste ich schon, dass ich auf jeden Fall noch studieren wollte.“ So machte er direkt weiter mit dem Bachelor Betriebswirtschaftslehre, als duales Studium, halb an der TH OWL, halb im Betrieb. „Die Verbindung von Theorie und Praxis kannte ich schon von der Ausbildung, das gefiel mir“, erzählt Dopheide. Der Fokus allein auf dem kaufmännischen Part – das gefiel ihm allerdings weniger: „Ich wollte mehr über die Technologien der Produkte wissen – wie etwas hergestellt wird, wie es funktioniert, wie man es einsetzen kann.“ Also absolvierte er gleich noch den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit, als ideale Verbindung seiner wirtschaftlichen und technischen Interessen.

Gesamtkonzept des berufsbegleitenden Masterstudiums am Campus Gütersloh überzeugt

Jendrik Dopheide hält ein Gerät der Firma GOLDBECK in der Hand
Jendrik Dopheide hat sich mit dem Masterstudium für strategische und verantwortungsvolle Aufgaben qualifizieren.

Auf den Berufseinstieg als Einkäufer in einem mittelständischen Unternehmen folgte recht bald die Erkenntnis: „Ich will noch mehr!“ Fachlich noch tiefer in die Materie einsteigen, formal noch besser qualifiziert sein. „Langfristig wollte ich mehr Verantwortung übernehmen und aktiv gestalten können, also nicht nur operative Aufgaben ausführen, sondern an strategischen Themen mitarbeiten“, so Dopheide. Am besten auf fundierter akademischer Basis, mit einem Masterstudium. „Das rundet auch das eigene Profil ab.“ Was Dopheide aber nicht wollte: für das Studium den Beruf aufgeben. „Zum einen hatte ich schon eine gewisse Verantwortung im Job, zum anderen war mir die finanzielle Unabhängigkeit wichtig“, erzählt er. Dopheide recherchierte, schaute sich verschiedene Angebote an und fand mit dem berufsbegleitenden Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Gütersloh der HSBI ein optimales Match: „Das Gesamtkonzept hat mich sofort überzeugt: praxisnahe Inhalte, moderne Organisation und eine digitale Lernumgebung.“

In vier Semestern vertiefen die Studierenden berufsbegleitenden Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen ihre technischen Kenntnisse und erweitern gleichzeitig ihre methodischen und betriebswirtschaftlichen Managementkompetenzen. „Das sogenannte Verbundstudium ist dabei organisatorisch voll auf die Bedürfnisse derer eingestellt, die das Studium mit weiteren Verpflichtungen, etwa durch Beruf oder Familie, verbinden wollen oder müssen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Michael Fahrig, Studiengangsleiter und Professor für Produktentstehung und Projektmanagement. Rund 70 Prozent der Zeit sind für das Selbststudium vorgesehen, 30 Prozent für die Präsenzveranstaltungen, die während des Semesters an jedem zweiten Samstag durchgeführt werden. Für Dopheide eine ideale Aufteilung: „Man ist nicht komplett auf sich gestellt wie etwa beim Fernstudium, gleichzeitig aber sehr flexibel in der Zeiteinteilung. Und die digitale Aufbereitung und Bereitstellung der Materialien sind eine super Unterstützung!“

Rückhalt von Partnerschaft, Familie und Freunden unverzichtbar

Vollzeit arbeiten und dazu noch ein vollwertiges Masterstudium absolvieren – Unterstützung ist da generell nicht verkehrt. „Man sollte sich auf jeden Fall den Rückhalt in Partnerschaft, Familie und Freundeskreis sichern“, ist Jendrik Dopheide überzeugt. Um das Pensum bewältigen zu können, setzte er auf klare Prioritäten, Selbstdisziplin und gut strukturierte Wochen: „Die Lernzeiten waren fest in den Tagesablauf integriert – abends nach der Arbeit –, und die Wochenenden habe ich für Blockveranstaltungen, Gruppenarbeiten und Prüfungsvorbereitungen genutzt.“ Und wenn der Kopf mal nicht mehr wollte? „Weg vom Schreibtisch, mit dem Hund raus in die Natur. Wenn man nicht mehr aufnahmefähig ist, muss man eine Pause machen. Auszeiten sind genauso wichtig wie Lernzeiten, man braucht sie zum Auftanken.“

Jendrik Dopheide sitzt vor der Firma Goldbeck
Jendrik Dopheide motivierte auch das praxisnahe Studium an der HSBI. Durch die praxiserfahrenen Dozierenden und viele Fallbeispiele konnte er Themen und Methoden gleich in den eigenen Arbeitsbereich transferieren. © P. Pollmeier/HSBI

Auch wenn Jendrik Dopheide die Doppelbelastung manchmal spürte, abzubrechen war für ihn kein Thema: „Ich wusste, dass mir der Master helfen würde, meine beruflichen Ziele zu erreichen.“ Nicht zuletzt hatte das Studium selbst einen motivierenden Effekt: „Es ist ausgesprochen praxisnah. Die Dozierenden haben allesamt Praxiserfahrungen in verschiedenen Branchen und vermitteln Themen und Methoden anhand vieler Fallbeispiele. Man hatte Inhalte sofort bildlich vor Augen und konnte sie super in den eigenen Bereich transferieren. Und dadurch, dass wir Studierenden auch alle im Beruf standen, gab es sehr viel Dialog und Kommunikation untereinander“, erzählt Dopheide. Einerseits half ihm die berufliche Erfahrung, die Anforderungen des Studiums zu meistern. Andererseits ließen sich Studieninhalte direkt im Arbeitsalltag anwenden: „Zum Beispiel bei Preisanalysen, in der strategischen Lieferantenbewertung oder auch in der Verhandlungsführung konnte ich neue Erkenntnisse und Methoden aus dem Studium sofort einbringen.“ Ein echter Mehrwert auch für das Unternehmen.

Attraktives neues Jobangebot noch während des berufsbegleitenden Studiums

Und so kam der nächste Karriereschritt schon viel früher als gedacht. Ein Headhunter war auf den Wirtschaftsingenieur aufmerksam geworden und fragte für eines der europaweit führenden Unternehmen im Gewerbebau an: die Firma Goldbeck aus Bielefeld. Jendrik Dopheide war unsicher. „Ich war ja noch mitten im Studium – stand das einem Jobwechsel nicht eher im Weg?“, erinnert er sich an seine Zweifel. Dr. Vanessa Bader schüttelt entschieden den Kopf: „Im Gegenteil. Wer ein berufsbegleitendes Studium absolviert, zeigt nicht nur ein hohes Maß an Motivation und Leistungsbereitschaft, sondern bringt auch aktuelles Wissen mit. Das stärkt die Innovationskraft unseres Unternehmens.“ Die Fachbereichsleiterin Young Professionals der Human Resources Group bei Goldbeck schätzt die Zusammenarbeit mit Hochschulen und sieht sie als Wettbewerbsvorteil: „Das fördert den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis und ermöglicht uns, neue Methoden kennenzulernen und umzusetzen. Wir pflegen seit Jahren eine vertrauensvolle Kooperation mit der HSBI und profitieren sehr vom gegenseitigen Austausch.“ Dopheide sagte zu und stieg in den strategischen Einkauf im Bereich Glas & Metallbau ein.

Jendrik Dopheide lehnt an einen Türrahmen
Mit seiner Masterarbeit bei Goldbeck hat Jendrik Dopheide eine ideale Verbindung von Theorie und praktischer Relevanz gefunden.

Goldbeck unterstützte den neuen Mitarbeiter von Beginn an bei der Fortführung seines berufsbegleitenden Studiums durch individuelle Vereinbarungen und temporäre Arbeitszeitverkürzungen in Prüfungsphasen. „Wir sehen das auch als Investition in die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden“, sagt Vanessa Bader, und Jendrik Dopheide ergänzt: „Die Wertschätzung war spürbar, auch im hilfreichen fachlichen Austausch mit den Vorgesetzten.“ Für ihn war es deshalb keine Frage, als sich bei Goldbeck mit der „Entwicklung einer Score-Card zur Bewertung und Optimierung der Beschaffungsstrategien“ auch ein Thema für die Masterarbeit anbot: „Direkt aus meinem Arbeitskontext, das war die perfekte Verbindung von Theorie und echter praktischer Relevanz.“  Die Forschungsergebnisse konnte Dopheide gleich selbst umsetzen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs – folgt nun noch die Promotion? Jendrik Dopheide wehrt lachend ab. „Nein, nein, jetzt liegt der Fokus ganz auf dem Beruf und dem Privatleben.“ Er schmunzelt. „Aber informiert habe ich mich schon – rein interessehalber.“ (uh)

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