Bielefeld (fhb). Law Juk Ten Huynh, Absolventin des dualen Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Bielefeld, ist für ihre hervorragende Projektarbeit zum Thema „Förderung der fachlichen Kenntnisse der Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege auf der kardiologischen Station im Klinikum Bielefeld“ mit dem Dr. Leopold-Kranefuß-Preis ausgezeichnet worden. Das Klinikum Bielefeld hat den Preis am 20. September zum dritten Mal verliehen. Er geht an junge Mediziner, Forschende oder junge Mitarbeitende aus der Pflege. Der Preis ist nach dem ersten Ärztlichen Direktor des Städtischen Krankenhauses benannt.
Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Norbert Seidl vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit hielt die Laudatio auf die Bielefelderin, die im vergangenen August ihre Bachelor-Arbeit mit der Note 1,3 bestanden hatte und seit dem 8. Semester auf der Kardiologischen Station des Klinikums Bielefeld arbeitet. Im Februar 2016 hatte sie ihr Examen zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bestanden. Seidl bezeichnete Huynh als „zielstrebige Frau, die ihre Ziele verfolgt und erreicht, eine Fähigkeit, die ich sehr schätze“. Die Studentin habe sich insbesondere für die Projekte im Studium interessiert und die Erkenntnis gewonnen, „dass Pflege ihr Handeln auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse begründen muss“. Seidl weiter: „Auch Kolleginnen und Kollegen meldeten zurück, dass Frau Huynh eine hohe pflegerische Kompetenz aufweise und mit einer hohen wissenschaftlichen Kompetenz Probleme lösen könne.“
Ihr jetzt prämiertes pflegewissenschaftliches Projekt hat sie innerhalb von 15 Wochen auf der kardiologischen Station des Klinikums Bielefeld umgesetzt. Dem von ihr festgestellten Wissensdefizit über kardiologische Krankheitsbilder bei den Auszubildenden ist sie mit „elf auch grafisch sehr gut ausgearbeiteten Übersichten“ begegnet. Herausgekommen sei dabei, dass die Auszubildenden dieses Vorgehen „als sehr positiv empfanden, da nun die Krankheitsbilder auf der Station besser eingeordnet werden konnten“. Durch die Kombination von Übersichten und zusätzlichen Informationsgesprächen fühlten sich die Auszubildenden sicherer und motivierter. Professor Seidl: „Zusammenfassend kann man sagen, dass Frau Huynh ein sehr gutes und relevantes pflegewissenschaftliches Projekt umgesetzt und damit die praktische Ausbildung verbessert hat.“
In einer Mitteilung zur letztjährigen Preisverleihung hatte das Klinikum hervorgehoben: „Bei unseren Mitarbeitern geht es um deren Motivation und Identifikation für und mit dem Klinikum Bielefeld. Motivation und Identifikation machen den Unterschied aus, denn idealerweise geht man dort, wo man arbeitet, auch gerne hin. Im täglichen Umgang mit Patienten und Ärzten leben die Mitarbeiter diese Werte des Klinikums Bielefeld, wenn aus dem Miteinander ein Füreinander wird, aus.“