05.04.2017

„Man muss keinen Einserdurchschnitt haben“

Stipendiatinnen und Stipendiaten informierten an der FH Bielefeld über Fördermöglichkeiten während des Studiums.

Bielefeld (fhb). Zwölf Stiftungen informierten am Dienstag, 4. April 2017, in der Fachhochschule (FH) Bielefeld über ihre Förderungen. Studierende der FH und der Universität Bielefeld, die bereits ein Stipendium ergattert haben, informierten ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen auf Augenhöhe. Organisiert wurde der Stipendien-Infotag von der Zentralen Studienberatung (ZSB) der FH Bielefeld.

„Ich möchte dazu ermutigen, sich auf ein Stipendium zu bewerben“, sagt Patrick Kahle. Er hat gerade sein Masterstudium an der Universität Bielefeld beendet und ist Stipendiat der Rosa Luxemburg Stiftung. „Viel zu wenige Leute nutzen die Chance, sich auf ein Stipendium zu bewerben“, findet er. Wie bei den meisten anderen Stiftungen komme es bei der Rosa Luxemburg Stiftung neben guten Leistungen auf soziales Engagement an. „Bei uns wird vorausgesetzt, dass die Studierenden nicht aus einem akademischen Elternhaus kommen“, fügt Kahle hinzu.

Am wichtigsten sei aber, Lust auf das Stipendium zu haben, sich engagieren zu wollen und sich mit der Stiftung identifizieren zu können, weiß Nerea Discher. Sie studiert Sozialwissenschaften und Politikwissenschaften und hat ein Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung. „Man muss keinen Einserdurchschnitt haben“, betont sie.

Dass es bei der Vergabe von Stipendien nicht nur auf gute Leistungen ankommt, wissen auch Helena Roth, Annika Dopheide und Pia Dütting. Sie alle studieren im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der FH Bielefeld und haben den Stipendien-Infotag genutzt, um sich mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten über Förderungen während des Studiums auszutauschen. „So ein Stipendium ist nicht so fern, wie man denkt“, sagt Helena Roth. Sie kenne bereits jemanden, der ein Stipendium bekommen hat. Auch der finanzielle Aspekt sei nicht zu unterschätzen. „Das Stipendium macht sich auch gut im Lebenslauf“, findet Annika Dopheide. Ihre Studienkollegin Pia Dütting sieht den Vorteil eines Stipendiums darin, dass sie dank der finanziellen Förderung wieder ein Ehrenamt aufnehmen könnte und nicht mehr auf den Nebenjob angewiesen sei.

Neben der finanziellen Unterstützung fördern viele Stiftungen ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten auch ideell durch Seminare, Workshops, Trainings, Unternehmensbesichtigungen oder Entscheider-Treffen.

Zu Stipendien und Studienfinanzierung berät die Zentrale Studienberatung (ZSB) der FH Bielefeld.