Bielefeld (hsbi). Seit dem 21. März 2025 hat Prof. Dr. Edith Kollath die Professur für Raum, Körper und Objekt am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld (HSBI) übernommen. In ihrer Lehre bewegt sie sich an den Schnittstellen von Skulptur, Installation, Performance und zeitbasierten Medien – stets in Auseinandersetzung mit Körper, Materialität und Raum. In Seminaren wie „CorpoReality/CorpoVirtuality“ oder „Skin in the Game“ lädt sie Studierende ein, künstlerische Identität, digitale Technologien und performative Prozesse experimentell zu verflechten. Darüber hinaus engagiert sich Prof. Dr. Kollath in der Weiterentwicklung interdisziplinärer Lehrformate und setzt Impulse für die Sichtbarkeit künstlerischer Forschung als eigenständige Wissenspraxis.
Nach einem ersten Diplomstudium in Mode- und Textildesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg absolvierte sie ein weiteres Studium der Freien Kunst mit Schwerpunkt auf zeitbezogene Medien und Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Ihre künstlerische Praxis führte sie anschließend nach New York, wo sie als aktives Mitglied des feministischen Hackerkollektivs „NYC Resistors“ wirkte. Ihre forschende Arbeit vertiefte sie in einer künstlerischen Promotion an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Dissertation „Respiration Essays. Atembewegungen und Kontingenz in ästhetischer Erfahrung und Forschung“ erschien 2024 beim Bielefelder Wissenschaftsverlag transcript.
Neben ihrer freien künstlerischen Praxis gestaltet Prof. Dr. Kollath Bühnenräume, Kostüme und immersive Szenerien. Ihre Arbeiten – etwa am Theater der Jungen Generation Dresden oder an der Staatsoperette Dresden – verweben Material, Objekt, Licht und Duft zu räumlichen Erfahrungswelten und zeigen ihr feines Gespür für atmosphärische Transformationen. (yda)