04.12.2025

Teambuilding fürs Studium: Internationale HSBI-Erstis vom Campus Gütersloh kicken gegeneinander beim VfR Wellensiek

Fußballspieler der HSBI kicken auf dem Sportplatz am Tor
Bachelorstudierende des englischsprachigen Studiengangs „Mechatronics and Automation“ (rot) besiegten ihre Kommilitonen des Studiengangs „Industrial Engineering“ (blau) – aber nur knapp. © S. Jonek/HSBI
HSBI-Campus Gütersloh-Studierende Oscar Fabricio Buenano Santos aus Peru, Rayan Slassi aus Marokko und Tinashe Chigasa aus Zimbabwe
Fußball verbindet: HSBI-Campus Gütersloh-Studierende Oscar Fabricio Buenano Santos aus Peru, Rayan Slassi aus Marokko und Tinashe Chigasa aus Zimbabwe. © S. Jonek/HSBI
Tor auf dem Platz des VfR Wellensiek. Im Hintergrund ist das Hauptgebäude der HSBI auf dem Bielefelder Campus Nord
Tor für die „Roten“ auf dem Platz des VfR Wellensiek. Im Hintergrund: das Hauptgebäude der HSBI auf dem Bielefelder Campus Nord. © S. Jonek/HSBI
Internationales Flair beim Bielefelder Traditionsverein VfR Wellensiek: Erstsemester der englischsprachigen Ingenieurstudiengänge am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld sind dort in einem Fußballspiel gegeneinander angetreten – eine Veranstaltung der kraftraubenden Art mit großem Spaßfaktor und positivem „Impact“ für das weitere Studium.

Bielefeld (hsbi). Positionen, Laufwege, Raumaufteilung – unter den jungen Spielern im blauen Leibchen gibt es in der Halbzeitpause reichlich Diskussionsbedarf. Der Grund: Das blaue Team hat noch kein Tor geschossen, die anderen im roten Leibchen dafür schon zwei. „Wir werden den Rückstand aufholen“, murmelt Rayan Slassi entschlossen, bevor er sich mit seiner Mannschaft wieder auf den Kunstrasen im Stadion des VfR Wellensiek begibt. Am Ende kommt es zwar anders, aber das macht nichts, denn der Spaß am Spiel und das Gemeinschaftserlebnis zählten.

Die BA-Studierenden von „Industrial Engineering“ und „Mechatronics and Automation“ kommen aus aller Welt

Rayan Slassi mit Fußball in der Hand
Rayan Slassi organisierte den Platz beim VfR.

Der VfR Wellensiek mit seinem Stadion, mitten auf dem Campus Bielefeld zwischen Uni und Hauptgebäude der Hochschule Bielefeld (HSBI) gelegen, hatte kurzerhand zugesagt, Rayan und seinen Kommilitonen den Platz inklusive Flutlicht unentgeltlich für ihr Match zur Verfügung zu stellen. Der 20-Jährige, seine Mitspieler wie auch seine Gegner haben alle eines gemeinsam: Sie studieren am Campus Gütersloh der HSBI die neuen englischsprachigen Studiengänge „Industrial Engineering“ (blaues Leibchen) oder „Mechatronics and Automation“ (rotes Leibchen). Dabei handelt es sich um ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, die sich dezidiert an international Studierende richten. Gelehrt wird ausschließlich in Englisch, die Studierenden kommen dafür weltweit aus den unterschiedlichsten Ländern nach Gütersloh – und manchmal auch zum Fußballspielen nach Bielefeld!

Rayan stammt aus Marokko und ist einer der angehenden Wirtschaftsingenieure. Warum aber nun dieses Fußballspiel mitten in der Weihnachtszeit? „Gütersloh ist ein überschaubarer, familiärer Campus, wo der Austausch zwischen den internationalen Studis groß ist. Wir reden einfach viel miteinander“, erzählt Rayan. Das Match sei eine gemeinsame Idee gewesen, entstanden in einer Seminarpause, als sich die Kommilitonen über die Fußball-WM im kommenden Jahr unterhielten. „Schnell war klar, dass wir ein eigenes Spiel untereinander austragen wollten – auch gerne mal außerhalb von Gütersloh. Ich habe daraufhin per Mail beim VfR Wellensiek angefragt, ob wir dort spielen können. Die Zusage kam prompt“, berichtet Rayan.

Der Zusammenhalt der Gruppe ist wichtig, um ins Studium reinzukommen

Prof. Dr. Mariam Dopslaf und Dr. Maria Kobert
Fans: Studiengangsleiterinnen Prof. Dr. Mariam Dopslaf und Dr. Maria Kobert.

Schon wenige Tage später konnten die beiden Teams im Flutlicht des Stadions auflaufen. Mit dabei: Spieler aus Nicaragua, Peru und Mexiko, aus Singapur, Indien und Vietnam. Stark vertreten war der afrikanische Kontinent mit fünf Ägyptern, zwei Kamerunern, zwei Spielern aus Zimbabwe und einem Akteur aus Mozambique. Auch Europa war anwesend: Ein Tscheche hütete das Tor der künftigen Wirtschaftsingenieure.

Das Spiel war gut anzuschauen, auch weil hier zwei gleichwertige Mannschaften aufeinandertrafen. Kein körperlicher Kraftakt, eher eine elegant vorgetragene Darbietung. Es gab viele überraschende Steilpässe und so manch kreative Ballstafette. Bemerkenswert außerdem: Während der Partie, die drei kurzweilige Stunden dauerte, war nicht ein grobes Foul zu verzeichnen. Dem Publikum hat das Match gefallen, darunter auch Prof. Dr. Mariam Dopslaf, Studiengangsleiterin vom Bachelor „Industrial Engineering“ am Campus Gütersloh: „Hinter den relativ neu eingeführten englischsprachigen Ingenieurstudiengängen am Campus Gütersloh steckt die Idee, dass viele der Absolvent:innen der Region erhalten bleiben und so helfen, den Fachkräftemangel zu bewältigen. Uns ist es wichtig, dass die Erssemster gut reinkommen ins Studium und ankommen in der Region. Ein solches Spiel fördert den Zusammenhalt. Wenn demnächst in einzelnen Modulen Gruppenarbeiten anstehen, hoffe ich, dass dies auch dort dem Teamgeist einen Boost geben wird.“

Fußball verbindet die verschiedenen Nationalitäten miteinander

Ein solcher „Schub“ ist dem Spieler Tinashe Chigasa bereits kurz nach der Partie anzumerken. Es habe ihm nicht nur viel Freude bereitet, gegen ein gleichwertig gutes Team aus Kommilitonen und Kommilitoninnen anzutreten, so der 20-Jährige aus Zimbabwe. Tinashe zeigt sich außerdem davon überzeugt, dass ein gutes Fußballspiel aus jedem Einzelnen das Beste hervorbringe. „Ja, das Ergebnis ist wichtig“, sagt Tinashe philosophisch. „Viel wichtiger ist jedoch, dass sich jeder Einzelne durch ein solches Spiel weiterentwickelt. Darin liegt die Faszination dieser Sportart.“ Ähnlich lautet das Fazit seines peruanischen Mitspielers Oscar Fabricio Buenano Santos, für den „Fußball das wichtigste Spiel auf diesem Planeten“ darstellt. „Das Spiel wird uns auch im Studium näher zusammenbringen“, sagt Fabricio.

Das Spiel war ein kraftraubendes Teambuilding, das von Rayan Slassi und seinen Kommiliton:innen organisiert worden war. Es endete mit 7:5 für die rot gewandeten „Mechatronics“. Wichtig ist jedoch, dabei gewesen zu sein – und das zwei Tage später alle Muskelkater hatten. „Auch der verbindet“, sagt Rayan. (tc)

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