(Paderborn, 28. Juni 2017) Austauschen und Kontakte knüpfen: 220 Studierende der regionalen Hochschulen sowie 130 Vertreter aus Wirtschaft, Hochschule, Politik und Gesellschaft haben beim fünften Stipendiaten-Förderer-Treffen der Stiftung Studienfonds OWL aktuelle Themen diskutiert und bestehende Netzwerke weiter ausgebaut. Das alle zwei Jahre von der Stiftung organisierte Treffen ist der Höhepunkt des ideellen Förderprogramms.
„Es freut mich sehr, wie dynamisch das Netzwerk funktioniert und welche innovativen Ideen sowohl von Seiten der Förderer als auch von Seiten der Stipendiatinnen und Stipendiaten entstehen – nur so kann es auch funktionieren“, dankte Studienfonds-Vorsitzender und Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung. Gemeinsam mit Michael Heicks, Intendant des Bielefelder Stadttheaters, und Studienfonds-Geschäftsführerin Katja Urhahne zog Sagerer während der Eröffnung der Veranstaltung Bilanz über das ideelle Förderprogramm der Stiftung, die zusammen mit der finanziellen Studierendenhilfe einen großen Stellenwert in der Stiftungsarbeit hat. Neben den Kontakten zu regionalen Unternehmen, die zum Großteil die Stipendien, die die Stiftung vergibt, finanzieren, hat der Studienfonds OWL sich auch gut in andere Richtungen vernetzt, unter anderem mit dem Theater Bielefeld. Intendant Heicks: „Wir unterstützen den Studienfonds OWL gerne mit Veranstaltungen im kulturellen Bereich wie Führungen, Probenbesuchen und Workshops – für uns ist das Netzwerk ebenfalls sehr wertvoll.“
Das Stipendiaten-Förderer-Treffen war zugleich der Abschluss des Jubiläumsjahres, das der Studienfonds anlässlich seines zehnjährigen Bestehens am 6.6.2016 mit einer großen Kampagne eingeläutet hatte. Unter dem Motto „OWL gebraucht seinen Kopf“ war es das Ziel, die finanziellen Mittel für 100 weitere Stipendien von privaten Geldgebern in der Region Ostwestfalen-Lippe zu gewinnen. Schirmherrin Friederike Strate, Inhaberin der Detmolder Privatbrauerei Strate, lüftete das bis dahin gehütete Geheimnis, dass das Kampagnenziel erreicht wurde, und zwar dank eines ganz besonderen Spenders: Michael Wabiszczewicz, ehemaliger Studienfonds-Stipendiat und Unternehmensgründer aus Bielefeld, hatte die Idee, ein Stipendium zu finanzieren. Er ist der erste Alumnus, der ein Stipendium finanziert: „Ich finde es eine großartige Möglichkeit, etwas zurückzugeben, denn ich habe damals sehr von meiner Förderung profitiert“, so Wabiszczewicz. „Dass ausgerechnet das 100. Stipendium unserer Jubiläumskampagne von einem Alumnus finanziert wird, freut uns natürlich ganz besonders“, erklärt Katja Urhahne, „und es wäre wünschenswert, dass in den nächsten Jahren auch weitere ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit haben, die nachfolgenden Stipendiaten-Generationen auf diese Weise zu unterstützen. Denn unsere Stipendien sind ja die Deutschlandstipendien, die zur Hälfte vom Bund finanziert werden – und in Berlin liegen noch Mittel für 500 weitere Stipendien, die wir hier in OWL an talentierte und engagierte Studierende vergeben könnten, sofern wir die private Gegenfinanzierung dafür gewinnen können.“
Text: Stiftung Studienfonds OWL