23.10.2018

Von der FH Bielefeld lernen

Fulbright-Delegation aus den USA informiert sich über deutsches Hochschulsystem.

Bielefeld (fhb). Programme für Geflüchtete, Unternehmenspraktika und das praxisintegrierte Studium: Das Interesse der fünf Delegierten aus den USA an der Fachhhochschule (FH) Bielefeld war groß. Sie besuchten die FH im Rahmen einer Delegiertenreise organisiert von der Fulbright-Kommission, um mehr über den Hochschultyp „Fachhochschule“ und FH Bielefeld an sich zu erfahren. Begrüßt wurden sie durch die Präsidentin der FH Bielefeld, Professorin Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, gemeinsam mit dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Professor Dr. Ulrich Schäfermeier. Geplant und durchgeführt wurde das zweitägige Programm durch das International Office. Schramm-Wölk gab den Gästen zu Beginn einen ersten Einblick darin, was die Besonderheiten einer „University of Applied Sciences“ sind und wie sie sich von den Universitäten abgrenzt. Das Programm bestand neben einer Vorstellung des Geflüchtetenprogramms, der Zentralen Studienberatung und der Internationalisierung der FH Bielefeld auch aus einer Stadtführung und dem Besuch eines regionalen Unternehmens.

„Ein besonderes Interesse der Delegierten lag in dem praxisintegrierten Studienmodell der FH Bielefeld, das in dieser Form in den USA nicht existiert. Die allgemeine Rückmeldung zeigte, dass den US-Studierenden häufig Praxiserfahrung während des Studiums fehlt. Zwar sind teilweise Praktika vorgesehen, doch Praxiserfahrungen in so umfangreichen Maß wie beim Studienmodell an der FH Bielefeld erfolgen nicht“, erklärte Judith Peltz, Leiterin des International Office an der FH Bielefeld, zu dem Besuch. „Wir haben nun den Grundstein für mögliche Kooperationen gelegt. So hat ein Fachbereich auch schon sein Interesse an einer potenziellen Zusammenarbeit mit einer der vertretenen US-Hochschulen signalisiert“, so Peltz weiter.

Florida, Kalifornien, Minnesota, North Carolina und South Dakota – die Vertreterinnen und Vertreter, die nun die FH Bielefeld besuchten, kamen aus den unterschiedlichsten Teilen der USA. Ermöglicht wurde die zehntägige Reise mit dem Titel „U.S. Administrators Seminar in International Education“ durch die deutsch-amerikanische Fulbright-Kommission; an ihr nahmen insgesamt 15 US-amerikanische Hochschuladministratorinnen und -administratoren teil. Auf dem Programm standen für die Delegierten auch Empfänge bei Botschaften und Termine im Auswärtigen Amt.

„Es ist also absolut etwas Besonderes, dass wir als FH Bielefeld dabei sein konnten. Und besonders erfreulich ist es, dass das bereits die zweite hochkarätige Delegation aus den USA in diesem Jahr ist, die Interesse an der gesamten Hochschule hat“, ordnet Judith Peltz den Besuch der Fulbright-Delegation ein. Bereits im Mai dieses Jahres besuchte eine Delegation des DAAD die FH Bielefeld.