Der Workshop richtet sich an Studierende, die sich für Zeichnung interessieren und diese als prozessorientierte, körperlich-situierte Praxis erforschen möchten. Im Workshop erinnern sich die Studierenden zeichnerisch an einen Ort, den sie gut kennen, aber lange nicht besucht haben. In einer 30-minütigen Phase entstehen aus der Erinnerung subjektive Darstellungen – die Form bleibt offen. Anschließend werden die Zeichnungen gemeinsam betrachtet und besprochen. Dabei zeigt sich, dass die Bilder oft mehr enthalten als das Gesagte: Sie machen Erfahrungen sichtbar, die sich nicht unmittelbar in Worte fassen lassen. Die Zeichnung dient so als Ausgangspunkt für Gespräche und ermöglicht einen Zugang zu persönlichen, biografisch geprägten Erinnerungsräumen. Sie wird zu einem Medium, das Beziehung stiftet und verborgene Aspekte von Erfahrung sichtbar macht.
Elisa Forster ist „wissenschaftliche“ Illustratorin und Zeichnerin, aktuell im Master Art Education an der ZHdK.
- Website: https://elisaforster.ch/
