Trag- und Verformungsverhalten von Gleiseindeckungsplatten

Das "Bodem®"-Gleiseindeckungssystem wird bei Bahnübergängen von Straßen zwischen und neben den einzelnen Gleisen eingesetzt (s. Bild 1). Bei einer Spurweite von 1446 mm und einer Höhe der Gleisprofile von 160 mm müssen die zwischen den Gleisen eingelegten Fertigteil-Gleisplatten mit 13 cm Dicke auch ein Schwerlastfahrzeug mit einzelnen Radlasten von 5 t (50 kN) tragen können. Bei den 60 cm breiten Gleisplatten wird die Tragfähigkeit und hohe Steifigkeit durch das Zusammenwirken eines umlaufenden Stahlrahmens mit einer eingegossenen Polyester-Stahlbetonplatte erreicht, in der zahlreiche dicke Betonstahl-Bewehrungsstäbe an der Ober- und Unterseite eingelegt und an den Stahlrahmen innen angeschweißt sind (s. Bild 2).

Das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen Tragkomponenten kann rechnerisch nur näherungsweise abgeschätzt werden. Zur Ermittlung der tatsächlichen Gesamttragfähigkeit und der auftretenden Durchbiegungen wurden Versuchsreihen durchgeführt (s. Bild 3). Damit konnte eine bei weitem ausreichende Tragfähigkeit und eine genügend geringe Durchbiegung der Gleisplatten nachgewiesen werden.

 

Bild 1: Bahnübergang mit Bodan®-Gleiseindeckungssystem

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Bild 2: Stahlrahmen mit eingelegter Bewehrung vor dem Betonieren
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Bild 3: Gleisplatte im Versuch nahe der Traglast
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