05.07.2013

"Der Campus Minden ist ein Erfolgs- und Vorzeigemodell des Dualen Studiums."

Steffen Kampeter besucht Campus Minden und ist angetan vom Stand der Dinge.

Minden (fhb). Die aktuellen Entwicklungen auf dem Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld standen im Mittelpunkt eines Informationsbesuchs, zu dem der heimische Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter vor Ort von der Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, und zahlreichen Fachvertretern begrüßt wurde. Nach knapp zweistündiger Diskussion und einem Rundgang durch ausgewählte Labore bedankte sich Finanzstaatssekretär Kampeter "für das Update". Die Hochschule habe sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, so Kampeter: "Hier werden vor unserer Tür die dringend benötigten Fachkräfte für unsere Unternehmen qualifiziert. Der Campus Minden ist ein Erfolgs- und Vorzeigemodell des Dualen Studiums." Und er sei ein Gewinn für die gesamte Region, wie auch Thomas Heimann, Ausbildungskoordinator der Firma WAGO (Minden) und Anja Christina Horstmann von KG transmitter components (Bad Oeynhausen) während des Besuchs bestätigten.

Die dualen und praxisintegrierten Studiengänge, die in Kooperation mit Firmen und Ausbildungseinrichtungen der Region gemeinsam durchgeführt werden, standen im Fokus des Fachgesprächs. Prof. Dr. Michael Mohe, Dekan des Fachbereichs Technik: "Die praxisintegrierten Studiengänge sind sehr gut nachgefragt, wir haben ganz wenige Studienabbrecher und die Industrie gibt uns positive Rückmeldungen, dass unsere Studierenden hoch motiviert und leistungsfähig sind." Marcus Miksch, er initiiert und koordiniert seitens der FH die Industriekontakte, verwies zudem auf den Profit für die Wirtschaftsregion OWL: "Wir haben weit über 200 Unternehmenspartner, größtenteils aus der näheren Umgebung. Wer bei uns studiert, bleibt in der Regel der Region erhalten und geht nicht nach München oder Hamburg. Das ist konkrete Wirtschaftsförderung."

Prof. Dr. Matthias Mertin, in Minden Leiter des dualen Studiengangs "Gesundheits- und Krankenpflege", berichtete über die Ausbildungs- und Studienschwerpunkte: "Unser Konzept der kombinierten praktischen und akademischen Ausbildung legt großen Wert auf eigenständiges Arbeiten am Pflege- und Krankenbett und auf Teamleitungs- oder Koordinationsfunktionen, zum Beispiel auf einer Krankenhausstation." Für das kommende Wintersemester liegen bereits hundert Bewerbungen vor. Fünfzig Studierende können sich in Minden einschreiben. Die Zusammenarbeit mit den Mühlenkreiskliniken lobte Mertin ausdrücklich.

Kampeter, der die erfolgreiche Weiterentwicklung auf dem Campus seit langem aktiv unterstützend begleitet, zeigt sich nach den Führungen durch das Physik- und das Elektrotechniklabor sowie das Solar Computing Lab und das Skills Lab angetan vom Ausbaustand und der Infrastruktur. Präsidentin Rennen-Allhoff bedankte sich beim Bundestagsabgeordneten für dessen Unterstützung beim großen Neubauprojekt auf dem Campus Minden: "In jüngster Vergangenheit ist hier viel Neues und Richtungsweisendes entstanden. Wir freuen uns, dass dies auch von der Politik so wahrgenommen wird."