Bielefeld (fhb). Auf 25 Jahre Arbeit im öffentlichen Dienst konnte jetzt Prof. Dr.-Ing. Gerhard Weber zurückblicken. FH-Präsidentin Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff überreichte ihm die Jubiläumsurkunde und bedankte sich für seine Arbeit in Lehre, angewandter Forschung und in der akademischen Selbstverwaltung. Professor Weber vertritt am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) das Lehrgebiet 'Strömungs- und Wärmelehre'. Er hatte zum Wintersemester 1992 seine Arbeit am Fachbereich Maschinenbau der FH Bielefeld aufgenommen.
Die Lehre macht dem gelernten Flugzeugbauer nach wie vor Spaß. Und er verweist mit ein wenig Stolz auf die Tatsache, dass rund 90 Prozent der bei ihm geschriebenen Abschlussarbeiten in Kooperation mit der Industrie entstehen. Der Kontakt zu den Firmen in nah und fern war und ist ihm wichtig, "das zeichnet uns als Hochschule aus", so Weber. Wofür er sich auch einsetzt, sind kooperative Promotionen, etwa mit der Universität Dresden.
In Aachen hat er an der RWTH Luft- und Raumfahrttechnik studiert, wurde dort promoviert und war anschließend bei einer der führenden Firmen in der Antriebstechnik im Flugzeugbau tätig. Der Maschinenbauer hat mittlerweile sein ganz besonderes Interesse im Bereich der regenerativen Energien gefunden und setzt deshalb auf die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Elektrotechnik. Wohl auch deshalb war er einer derjenigen, die sich vor Jahren für die Zusammenlegung der vormals eigenständigen Fachbereiche Elektrotechnik und Maschinenbau an der FH Bielefeld ausgesprochen hatte.
Als Dekan, in dieser Funktion war er Sprecher der Landesdekanekonferenz, und als Mitglied des Fachbereichsrates war es ihm ein großes Anliegen, die interdisziplinäre Kooperation in den Ingenieurdisziplinen zu fördern. Professor Weber, der zum Ende des kommenden Wintersemesters in den Ruhestand gehen wird: "In den nächsten Jahren werden wir noch enger zusammenrücken. Unsere jungen Kolleginnen und Kollegen praktizieren bereits eine gute Zusammenarbeit unabhängig von den alten Fachbereichsgrenzen. Unser Fachbereich scheint mir hier für das erforderliche interdisziplinäre Studienangebot gut gerüstet zu sein."