20.02.2015

Formel 1-Modelle kämpfen um den OWL-Cup

19 Teams aus ganz OWL zu Gast am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik.

Bielefeld (fhb). Am kommenden Samstag, das ist der 21. Februar, geht's los: der OWL-Cup wird ausgetragen und um die hundert Zuschauer werden erwartet. Schauplatz ist das Foyer des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) der FH Bielefeld an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße. 19 Teams sind am Start. Sie alle haben einen kleinen Rennwagen, in Anlehnung an die großen Vorbilder der Formel 1-Boliden, konstruiert, gebaut und fahrtauglich gemacht. Rund 20 Zentimeter lang sind die Modell-Rennwagen, und sie müssen eine Rennstrecke von 20 Metern zurücklegen, um in die Endausscheidung zu kommen, um zu gewinnen.

Veranstalter in Kooperation mit dem Fachbereich IuM ist die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement. Sie veranstaltet seit einigen Jahren den Wettbewerb "Formel 1 in der Schule". Es ist ein internationaler Technologie-Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren einen Miniatur-Formel-1-Rennwagen am Computer entwickeln, fertigen und anschließend ins Rennen schicken. Angetrieben werden die Fahrzeuge mit 8 Gramm schweren CO2-Patronen. Ziel sei es, so der Veranstalter, "die von der großen Formel 1 ausgehende Faszination und weltweite Präsenz zu nutzen, um für die Jugend ein aufregendes, spannendes Lernerlebnis zu schaffen und damit das Verständnis und den Einblick in die Bereiche Produktentwicklung, Technologie und Wissenschaft zu verbessern und berufliche Laufbahnen in der Technik aufzuzeigen".

Der Fachbereich IuM sieht seinerseits die Möglichkeit, durch die Schulkontakte mögliche Studieninteressierte für die MINT-Fächer begeistern zu können. IuM-Dekan Prof. Dr. Lothar Budde: "Wir bieten deshalb an diesem Tage Laborführungen an und sind mit unserem Schülerlabor und der Studienberatung vor Ort. Es wird ein Info-Festival rund um die Ingenieurdisziplinen." Eingeladen sind also alle, die sich für den Wettbewerb oder fürs Studium interessieren.

Prof. Dr.-Ing. Herbert Funke, am Fachbereich unter anderem für mechatronische Systeme und Konstruktionslehre verantwortlich und maßgeblich am OWL-Cup beteiligt, ist begeistert von der Wettbewerbsidee und von den Modellen, die er schon gesehen hat. Funke: "Es zählt ja nicht nur die schnellste Zeit auf der Rennstrecke. Die Teams präsentieren sich auch auf einem selbst entworfenen Messestand, reichen ein Portfolio ihrer Entwicklung ein und präsentieren ein Marketingkonzept in einer 20-minutigen Kurzpräsentation vor einer Jury mit Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft."

Die Teams kommen aus ganz OWL, viele aus dem Paderborner Raum, aber auch das Halle, Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück. Die besten Teams qualifizieren sich für die NRW-Landesmeisterschaft im März, wo dann wiederum die besten Teams für die Teilnahme an der Deutsche Meisterschaft ausgesucht werden. Und der Deutsche Meister qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft, die im Herbst am Rande des Formel 1-Grand Prix in Abu Dhabi ausgetragen wird.

Der Samstag beginnt um 9 Uhr mit der Begrüßung und der Einweisung in den Wettbewerb. Geschätzte 20 Minuten später starten die Rennen, und es gibt die Standpräsentationen und Vorträge. Frühestens gegen 14 Uhr dann die "heiße Phase": die "Knock-Out-Rennen" der schnellsten Teams. Auf die Siegerehrung kann man sich so gegen 16 Uhr einstellen. Dekan Budde: "Die jungen Leute werden voll engagiert sein, es wird kurzweilig werden. Es lohnt sich also, vorbeizuschauen, mit zu fiebern oder einfach nur seinen Spaß zu haben."

Der Fachbereich wird den OWL-Cup jetzt regelmäßig durchführen.

Mehr unter: www.f1inschools.de