Spontanität, Kreativität und wirtschaftliches Know-how bewiesen vier Wirtschaftsstudierende der Fachhochschule (FH) Bielefeld bei der 29. Manitoba International Marketing Competition (MIMC) in Kanada. Dank einer Vielzahl von strategisch richtigen Entscheidungen konnten Andreas Wessel, Franziska Sattelmacher, Richard Henning und Gabriela Buran bei dem Business-Planspiel den 3. Platz belegen. Dabei konkurrierten sie mit 12 internationalen Teams, unter anderem aus Mexiko, Ghana, Kanada und der Schweiz.
Betreuerin Kerstin Sommer freut sich über das Ergebnis: "Ich denke, wir alle können auf unser Bielefelder Team sehr stolz sein! Unseren Trophäenschrank können wir um eine weitere Medaille bereichern." Unter kanadischen Universitäten habe sich der Name FH Bielefeld mittlerweile herumgesprochen. Besonders das faire Auftreten des FH-Teams, die hervorragenden Ergebnisse in der Simulation und die publikumsorientierte Präsentation der Ergebnisse habe die Vertreterinnen und Vertreter anderer Hochschulen beeindruckt.
Für die MIMC bereiteten sich die Studierenden bereits seit Anfang Oktober vor. Wöchentlich trafen sie sich zu Strategiesitzungen, um im Rahmen des Simulationsprogramms mit dem eigenen Unternehmen wirtschaftliche Erfolge zu erzielen. "Wir haben in dem Simulationsspiel bei gegebenen Umweltbedingungen einen Konzern bewirtschaftet. Dabei waren die Bereiche Forschung, Marketing, Produktion und Finanzierung relevant", erklärt Andreas Wessel. Die Studierenden mussten beispielsweise Marktchancen erkennen und bewerten, einen Marketingplan und eine Produktpalette aufstellen sowie Zielgruppen und Verkaufsstrategien entwickeln. Die Simulation lief acht Wochen, wobei jede Woche ein Wirtschaftsjahr darstellte. "Wir haben MIMC regelrecht gelebt", erinnert sich Wessel, "am Montag erhielten wir immer einen Industriereport mit wirtschaftlichen Entwicklungen und die Ergebnisse der letzten Woche. Da sind wir immer den ganzen Tag mit einem Strahlen herumgelaufen, weil wir bessere Ergebnisse hatten als die anderen Teams."
Der 3. Platz bei der MIMC in Kanada ist für Wessel eine Bestätigung für die gewählte Strategie. "Wir sind total stolz. Wir als einzige Vertreter Deutschlands haben uns gegen all die anderen Teams durchgesetzt. Dafür hat sich die viele Arbeit wirklich gelohnt." Die Erfahrungen aus dem Business-Wettbewerb sind laut Wessel unbezahlbar. "Alles, was ich im Studium gelernt habe, musste ich anwenden. Erst durch die Simulation lernt man die Einflussmöglichkeiten der unterschiedlichen Bereiche kennen. Das ist ein Tauziehen darum, wer für was wie viel Geld bekommt." Auch die sozialen Kompetenzen konnten die Wirtschaftsstudierenden in dem Business-Wettbewerb entwickeln. Sie lernten in Stresssituationen flexibel und teamorientiert zu arbeiten und erlangten Kommunikations- und Managementkompetenzen.
Der einwöchige Aufenthalt in Kanada bot Professor Carsten Doerfert, dem Organisationsleiter der European Summer School, und Betreuerin Kerstin Sommer zudem die Gelegenheit, die Bielefelder European Summer School sowohl an der University of Manitoba als auch an der University of Regina und an der University of Windsor vorzustellen.