02.11.2015

Begeisterte Besucher im neuen Fachhochschulgebäude

Rund 7.000 Gäste kamen zum Tag der offenen Tür an der FH Bielefeld.

Bielefeld (fhb). Etwa 7.000 Besucher sind am Samstag, 31. Oktober 2015, zum Tag der offenen Tür der Fachhochschule (FH) Bielefeld gekommen, um sich das neue Gebäude auf dem Campus Bielefeld anzusehen. Die FH hat eine Vielzahl von Führungen, Experimenten, Ausstellungen und Schnuppervorlesungen angeboten. 160 Professorinnen und Professoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mehr als 30 Programmpunkte gestaltet und bei der Organisation mitgeholfen. 30 Führungen durch das Gebäude und die Hochschulbibliothek wurden angeboten.

Die Präsidentin der FH Bielefeld, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, ist mit dem Tag rundum zufrieden: "Die Resonanz auf das Programm war großartig, die Gäste waren begeistert von der Gestaltung, der Größe und der Offenheit des Gebäudes. Ich danke allen Beteiligten ganz herzlich, die ihre Räume und Labore geöffnet, Mitmachaktionen und Experimente oder Beratung angeboten haben oder anderweitig geholfen haben."

Unter den Besuchern waren Anwohner aus der Nachbarschaft, Studieninteressierte, Absolventen, ehemalige Mitarbeiter und Professoren und viele andere Gäste, die einfach neugierig waren oder sich gezielt Programmpunkte ausgesucht haben. Auch Studierende und Mitarbeiter der FH nutzten die Gelegenheit, die Hochschule Familie und Freunden zu zeigen. Besonders für Kinder aller Altersstufen gab es ein buntes Programm, ganz nach dem Motto "Macht mit!".

An einer Lauschstation, betreut von Studierenden des Schwerpunkts Musikalische Bildung des Studiengangs Pädagogik der Kindheit, konnte man Klänge auf sich wirken lassen. Beim Trickfilmen mit Stop-Motion Technik haben Kinder Süßigkeiten in kleinen Trickfilmen zum Laufen gebracht. Im zdi-Schülerinnen- und Schülerlabor experiMINT wurden Putzroboter und Spaghettitürme gebaut, LEGO Mindstorms Roboter gelenkt und die Umfallmaschine getestet. Spielen mit Kindern e.V. hat mit einem Indoor Programm die Kleinsten  beschäftigt, während die Eltern einen Kaffee vom Coffee Bike genießen konnten.

In virtuellen Räumen bewegen konnten sich die Besucher der Virtual Reality Anlage. Hier werden zum Beispiel technische Anlagen visualisiert, die zuvor am Rechner im CAD-Labor konstruiert wurden. Setzt man die 3D- Brille auf, hat man das Gefühl, dass die Anlage meterweit in den Raum hineinragt - obwohl man vor einer Leinwand steht.

 

Einen Rollparcours konnten kleine und große Besucher bei den Laboren des Kompetenzzentrums für Bewegungsvorgänge (KfB) bewältigen - und feststellen, wie schwierig schon kleine Hindernisse zu überwinden sind.

 

 

Im Textiltechniklabor wurden aus verschiedenen Materialien kleine FH-Logos mit einem 3D-Drucker erstellt und Möglichkeiten gezeigt, die 3D-Aufdrucke für Textilien bieten.

 

 

In einer ganzen Reihe von Laboren präsentierte sich die Mechatronik. Das Praxisbüro des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik hat Studierende und Interessierte beraten und anhand kleiner "Krabbeltiere" verschiedene Antriebsformen gezeigt. Im BGB-Quiz des berufsbegleitenden Wirtschaftsrechts-Studiengangs konnten die Besucher ihr Rechtswissen überprüfen und sich über die Verbundstudiengänge des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit informieren. In der Wirtschaftsinformatik lernten die Besucher ab 12 Jahren, wie man eine Internetseite anlegt und wie sie Netzwerkkabel selber bauen können.

Rund um das Thema Pflege bot die Lehreinheit Pflege und Gesundheit verschiedene Mitmachaktionen im "FH-Krankenhaus" an. Hier konnten die Gäste zum Beispiel einen Alterssimulationsanzug testen, das richtige Blutdruckmessen üben oder Gehirnleistungstraining absolvieren.

 

 

N

icht nur in Laboren, sondern auch auf der Magistrale fanden Experimente statt: Beim Experiment mit Farbstoffsolarzellen lernten die jungen Forscher, wie Strom aus Sonnenlicht, Wandfarbe und Fruchtsaft gewonnen werden kann.

 


Strömungsphänomene konnten die Besucher an dem Seifenfilm-Strömungskanal beobachten, den Studierende des Studiengangs Maschinenbau entwickelt haben. Am "Marktstand" des Instituts für Systemdynamik und Mechatronik (ISym) konnte man sich über dessen Arbeit informieren und einen Roboter mit seinen eigenen Bewegungen steuern.

Die Zentrale Studienberatung war mit vier Personen am Stand, die "durchgehend Beratungsgespräche geführt haben", wie die Leiterin Dr. Marita Ripke erklärt. "Die Veranstaltung war ein voller Erfolg", so Ripke. An einem Stand haben die Gleichstellungsbeauftragte und das Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit, ein An-Institut der FH Bielefeld, über die Gleichstellungsarbeit informiert. Auch die Fördergesellschaft FH Bielefeld e.V., der Studienfonds OWL und das "IST-Projekt" (Interdisziplinäre Schlüsselkompetenz-Tutorien) waren mit einem Stand vertreten. Am FH-Shop-Stand konnten Merchandising-Artikel erstanden werden, die es sonst nur online gibt. Das Dezernat Planung, Controlling, Qualitätsmanagement hat eine Rallye durch das Gebäude konzipiert, an der knapp 100 Personen teilgenommen haben. Eine Schnuppervorlesung zur "Zukunft der Mobilität" hielt Dr. Norbert Handke vom Campus Minden.

Erfindungen des "Künstleringenieurs" Leonardo da Vinci konnten die Besucher im Konferenzraum bestaunen. Seit zehn Jahren bauen Studierende der Mechatronik Geräte auf der Basis von Skizzen Leonardos nach. Daraus ist unter der Anleitung von Prof. Dr. Horst Langer die Ausstellung "Leonardo da Vinci - bewegende Erfindungen" entstanden, deren Exponate in ganz Europa ausgestellt werden.

Mit einer Ausstellung präsentierte sich auch der Fachbereich Gestaltung im neuen Gebäude: Auf dem für die diesjährige Leipziger Buchmesse von Studierenden angefertigten Messestand lagen verschiedene Publikationen der Studienrichtungen Mode, Fotografie und Medien sowie Grafik und Kommunikationsdesign aus.

 

Zum Ausklang des Tages wurde die Fassade am Haupteingang mit einer Video-Mapping Show in Szene gesetzt. Nach 3D-Drucker und 3D-Brillen in der Virtual Reality Anlage gab es auch hier faszinierende dreidimensionale Effekte: Es öffneten sich Türen, wo keine sind, die Fassadenelemente fielen wie Dominosteine um, und auch die Herleitung des FH-Logos aus dem Bielefelder Stadtwappen wurde gezeigt. Die Soundeffekte waren auf die siebenminütige Show abgestimmt. Nach der Show wurde die Fassade bei deutlich leiserer Musik stimmungsvoll angestrahlt und die Gäste ließen den Tag bei einem Bier oder Glühwein ausklingen.