18.03.2015

Bei Feuer automatisch den schnellsten Fluchtweg anzeigen

FH Bielefeld stellt Modellhaus zum intelligenten Brandschutz auf der CeBIT vor.

Bielefeld (fhb). Häuser werden immer technisierter, man kann Heizung und Fenster mittlerweile per Smartphone steuern. Doch im Bereich des Brandschutzes besteht noch Nachholbedarf. Das soll sich nun ändern: Seit Montag stellt der Forschungsschwerpunkt InteG-F der Fachhochschule (FH) Bielefeld ein Modellhaus auf der Computermesse CeBIT in Hannover aus. Es demonstriert zukünftige Entwicklungen im Bereich des Brandschutzes in intelligenten Gebäuden, den sogenannten Smart Homes. Bei ihrem Besuch auf der CeBit hat sich auch Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung  des Landes NRW, die neue Technik zeigen lassen. Das Projekt wird als Teil des Gemeinschaftsstands des Wissenschaftsministeriums Nordrhein-Westfalen präsentiert.

In dem Gebäude sind Rauch- und Präsenzmelder verbaut. So erkennt das Gebäude automatisch, ob und wie viele Personen sich in welchem Raum aufhalten. Im Brandfall werden so die besten Fluchtwege berechnet und den eingeschlossenen Personen angezeigt. Dadurch wird das Gebäude besonders effizient evakuiert und können eventuell Leben gerettet werden. Das System wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts unter Beteiligung von Bauingenieuren, Architekten, Informatikern und Elektrotechnikern am Campus Minden der FH Bielefeld entwickelt.

Ein weiteres Problem stellen bisher die Schnittstellen zwischen Brandschutz und der Gebäudetechnologie dar. Hier gibt es keine Standards, in jedem Gebäude müssen sie von der Feuerwehr einzeln überprüft und abgenommen werden. Das kostet Zeit und Geld. Auch hier setzt das Modell der FH Bielefeld an: Es veranschaulicht eine mögliche Umsetzung dieser Schnittstellen, die zukünftig dann als Standard dienen könnten.