20.06.2012

Bestmögliche Betreuung älterer Menschen

„Der Entwurf eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen“ geht in die Erprobung / FH Bielefeld und Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung kooperieren.

Berlin (fhb). Auftaktveranstaltung am 18. Juni im Bundesfamilienministerium in Berlin: Das Projekt "Erprobung des Entwurfs eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen" ist vom Stapel gelaufen. Rund 20 Einrichtungen der Altenhilfe machen mit. Es ist der Beginn einer bundesweit angelegten Erprobung des in den Jahren 2008 bis 2011 entwickelten Qualifikationsrahmens, der auf acht voneinander abgrenzbaren Niveaus den gesellschaftlichen Bedarf an Pflege, Unterstützung und Betreuung für ältere Menschen beschreibt und das hierfür notwendige Wissen und Können zuordnet. Das Projekt wird von der Fachhochschule (FH) Bielefeld in Kooperation mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) in Köln durchgeführt. Das Projekt hat eine Gesamtlaufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Es sollen Antworten gefunden werden auf die gesellschaftlichen Herausforderungen in der Versorgung älterer Bürgerinnen und Bürger angesichts der demografischen Entwicklung und des damit verbundenen sozialen Strukturwandels. Berücksichtigt wird, dass für eine qualitätsgesicherte Pflege und Versorgung Kompetenzen gefragt sind, die Menschen mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen eine Beschäftigungsmöglichkeit im Bereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen bieten. "Wir freuen uns, dass wir nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit den Qualifikationsrahmen nunmehr in einer bundesweiten Feldstudie auf seine Praxistauglichkeit prüfen können", betonte Projektleiterin Prof. Dr. Barbara Knigge-Demal von der FH Bielefeld. Sie geht davon aus, dass bereits während der Erprobung wesentliche Impulse für die Personal- und Organisationsentwicklung in den Einrichtungen der Altenhilfe gesetzt werden können.

Erfreut zeigte sich Prof. Gertrud Hundenborn, Projektleiterin im dip, über das rege Interesse der Altenhilfeeinrichtungen: "Wir sind den Spitzen- und Dachverbänden der Alten-hilfeeinrichtungen sehr dankbar, dass sie uns bei der Gewinnung von Einrichtungen nachhaltig unterstützt haben." Diese Zusammenarbeit werde in einem Projektbeirat eine Fortführung erfahren, in den auch Vertreterinnen und Vertreter der Bundes- und Landesministerien einbezogen würden.

Kontakt: Constanze Eylamann, Telefon 0521.106-71230