Bielefeld (fhb). 'Optimierung von Studienverläufen' heißt das Projekt, das die Fachhochschule Bielefeld im Rahmen des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre unlängst eingeworben hatte. Immerhin 3,2 Millionen Euro stehen bis Ende 2016 zur Verfügung, um sich insbesondere um zwei Themengebiete zu kümmern: die Angewandte Mathematik und die Informations- und Schreibkompetenz. Ziel: die Betreuung der Studierenden zu verbessern und darüber die Zahl erfolgreich bestandener Prüfungen und die Zahl der Absolvierenden in der Regelstudienzeit deutlich zu erhöhen.
Voraussichtlich 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden, überwiegend in Teilzeit, in den Fachbereichen, der Verwaltung, der Bibliothek und der Datenverarbeitungszentrale im Projekt aktiv, die meisten von ihnen neu eingestellt. Wenige Stellen sind zurzeit noch nicht besetzt. Die Projektleitung liegt bei Professor Dr. Andreas Beaugrand, Vizepräsident für Studium und Lehre, der dem Projekt-Team jetzt "einen guten Start und eine konstruktive, spannende und inspirierende Zusammenarbeit" wünschte.
Im 'Netzwerk Angewandte Mathematik' versammeln sich Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche 'Ingenieurwissenschaften und Mathematik', 'Wirtschaft und Gesundheit' und der beiden Mindener Fachbereiche 'Architektur und Bauingenieurwesen' sowie 'Technik'.
Zusätzliche Lehrkräfte für besondere Aufgaben werden hier die Studierenden im ersten Studienjahr intensiv betreuen. Die Gruppengrößen in den Mathe-Pflichtveranstaltungen werden reduziert, und zusätzliche "Mathematiksprechstunden" für einzelne oder Arbeitsgruppen sollen für mehr Transparenz in diesem nicht leicht durchschaubaren Fach sorgen. Studierende mit besonderen Leistungsproblemen werden Zusatzveranstaltungen besuchen können.
Im 'Netzwerk Informations- und Schreibkompetenz' machen - neben den schon erwähnten - zwei weitere Fachbereiche mit: 'Gestaltung' und 'Sozialwesen'. Erkannt hat man hier, dass das Schreiben wissenschaftlicher Texte nicht jedermanns Sache ist. So sollen schon im ersten Studienjahr speziell geschulte Lehrkräfte für eine ordentliche "Grundbesohlung" in schreibintensiven Modulen sorgen. Und in der Studienabschlussphase wird, die Bachelor-Arbeit vor Augen, noch einmal und intensiv an den Schreibkompetenzen gefeilt.
Die Hochschulbibliothek unterstützt die beiden Netzwerke mit zusätzlich drei Mitarbeitenden aus den Bereichen Informationskompetenz, Medienwissenschaften und Bibliotheks-IT. Insbesondere der Bereich 'Blended Learning', wo es um eine didaktisch sinnvolle Kombination von Präsenzveranstaltungen und E-Learning-Angeboten geht, wird thematisiert. Und die Studierenden sollen eingeladen werden, ihr Studium selber besser organisieren zu können.
Im dritten Projekt geht es um die 'Fortsetzung und Weiterentwicklung der Studienverlaufsanalysen'. Es sollen typische Hindernisse und Barrieren identifiziert und Ursachen und Gründe von Studienschwierigkeiten und Studienabbrüchen erkannt werden. Hierfür sowie für die Koordination des Gesamtprojekts wird Projektpersonal in der Datenverarbeitungszentrale und dem Dezernat Planung, Controlling, Qualitätsmanagement eingestellt.
Ein Beitrag mehr, um die Studienverläufe und damit den Studienerfolg zu optimieren.