05.05.2015

CHE-Ranking: Spitzenbewertung für Praxisbezug

Informatikstudiengänge in Bielefeld und Minden sowie Pflegewissenschaften der FH Bielefeld wurden bewertet.

Bielefeld/Minden (fhb). Im aktuellen Hochschulranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) liegt der Bachelorstudiengang Ingenieurinformatik, angeboten vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule (FH) Bielefeld, in den Kategorien "Bezug zur Berufspraxis", "Studieneinstieg" und "Forschung" in der Spitzengruppe. Dieses Ergebnis geht aus der Fachbereichsbefragung hervor, bei der unter anderem in der Kategorie "Bezug zur Berufspraxis" der Anteil von Praxiselementen, der Anteil externer Praktiker und Praktikerinnen in der Lehre sowie der Anteil der Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen betrachtet wurden. In der Kategorie "Studieneinstieg" wurden die Angebote zum Studienbeginn, Studieneinstieg und zur Studieneingangsphase bewertet. In der Kategorie "Forschung" die Forschungsleistung des Fachbereichs.
"Die überdurchschnittlich gute Bewertung ist im wesentlichen im Strukturkonzept des Studiengangs angelegt, das zum Beispiel auch zwei Projektmodule verpflichtend vorsieht", erklärt Studiengangsleiter Professor Dr. Lutz Grünwoldt. Da der Studiengang noch relativ neu ist, wurden keine Studierenden befragt. "Wir glauben aber, dass die Ergebnisse auch hier sehr gut sein werden und die in den letzten beiden Jahren durchgeführte Studienreform im Fachbereich hier ihre Spuren hinterlassen hat", ist sich der Dekan Professor Dr. Lothar Budde sicher.

Ebenfalls bewertet wurde der Bachelorstudiengang Informatik, der seit 2010 vom Fachbereich Technik am Standort Minden angeboten wird. Die Bewertung erfolgte hier durch Befragung von 35 Studierenden. Der Studiengang ist als Vier-Tage-Woche konzipiert, so dass die Studierenden einen Tag pro Woche berufstätig sein können. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt des Mindener Informatikstudiengangs in der Softwareentwicklung. Besonders gut bewerten die Studierenden unter anderem die Erreichbarkeit der Lehrenden, das soziale Klima zwischen Lehrenden und Studierenden und den Zugang zu Lehrveranstaltungen. "Auf dem Campus herrscht eine familiäre Atmosphäre. Hier muss niemand fürchten, keinen Platz in einem Seminar zu bekommen. Wartezeiten gibt es hier nicht", erklärt Studiengangsleiter Professor Dr. Martin Hoffmann. Nicht so gut bewertet wurden die räumliche Situation und die WLAN-Verfügbarkeit. Viele Lehrveranstaltungen finden in angemieteten Räumen statt, die nicht optimal für den Lehrbetrieb geeignet sind. "Diese Probleme sind uns bekannt und den hohen Studierendenzahlen am Campus Minden geschuldet. Es ist allerdings Verbesserung in Sicht", so Dekan Professor Dr. Michael Mohe. "Im Sommer wird der Neubau fertig und ab dem Wintersemester stehen uns dort neue, moderne Räume zur Verfügung."

Bei den pflegewissenschaftlichen Studiengängen wurde der Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit befragt. Die Bewertungen liegen durchweg in der Spitzengruppe: Für Praxisbezug, Angebote vor und während des Studienbeginns sowie für die Höhe eigeworbener Forschungsgelder erhält der Fachbereich hohe Punktzahlen. Die Bewertung bezieht sich auf den Bachelorstudiengang Berufliche Bildung Pflege, den dualen Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege sowie auf den Masterstudiengang Berufspädagogik Pflege und Therapie.

 

Im Rahmen des CHE-Ranking wurden mehr als 300 Fachhochschulen und Universitäten untersucht. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Die Ergebnisse werden ab 5. Mai 2015 im ZEIT Studienführer veröffentlicht und sind auch online zugänglich www.zeit.de/hochschulranking