Abschluss der dreiwöchigen Veranstaltungsreihe für Studieninteressierte „ FH-Wochen im BiZ“.
Bielefeld (fhb). Vom 11. Januar bis zum 1. Februar stand im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit in Bielefeld alles im Zeichen der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Drei Wochen lang konnten sich Studieninteressierte in 22 Veranstaltungen über 30 verschiedene Studiengänge der FH informieren. Rund 280 Studieninteressierte kamen ins BiZ. Die beliebtesten Informationsveranstaltungen waren zu den Studiengängen "Gestaltung" sowie "Soziale Arbeit" und "Pädagogik der Kindheit". "Das sind jedes Jahr wieder die absoluten Renner", weiß Karin Laube von der Zentralen Studienberatung (ZSB). Die ZSB hatte die Veranstaltung seitens der FH Bielefeld begleitet.
Los ging es am 11. Januar mit einer allgemeinen Einführungsveranstaltung. Prof. Dr. Michael Keuntje beantwortete hier allgemeine Fragen zum Studium an der FH Bielefeld. So betrachtete er zum Beispiel die Unterschiede zwischen dem Studium an einer Universität und an einer Fachhochschule und gab einen Überblick über alle Studiengänge der FH Bielefeld. In den folgenden Veranstaltungen stelle jeweils eine Professorin oder ein Professor einen konkreten Studiengang vor. Oftmals waren dies die Studiengangsleiter, die für Studierende die ersten Ansprechpartner an der FH sind.
Zum Abschluss der Infomationsreihe ging es in einem Raum des BiZ um die Betriebswirtschaftslehre, während es nebenan eine Neuerung in der seit rund 20 Jahren bestehenden Veranstaltungsreihe gab: Mit Marie Nolte, André Ebbers und Dennis Demirbas berichteten erstmals drei Studierende des Fachbereichs Ingenieurswissenschaften und Mathematik aus erster Hand von ihren persönlichen Erlebnissen vor und während des Studiums. "Die Professoren kennen einen, man geht nicht in der Masse unter", sagte André Ebbers, der im fünften Semester Maschinenbau studiert. Für Dennis Demirbas, Student der Mechatronik im fünften Semester, ist dagegen der Praxisanteil besonders wichtig: "Ich muss die Dinge anfassen, es selbst ausprobieren und nicht nur theoretisch verstehen, wie alles funktioniert". Derzeit arbeitete er beispielsweise mit mehreren Studierenden im Rahmen eines Semesterprojekts an einer Cocktailmaschine, die 30 verschiedene Rezepte mixen können soll. Marie Nolte, im fünften Semester Wirtschaftsingenieurwesen, erfreut sich dagegen besonders an der Vielfältigkeit ihres Studiengangs: "Für mich bietet er genau die richtige Mischung aus Technik und Betriebswirtschaftslehre", sagte sie.
Die reine Betriebswirtschaftslehre thematisierte dagegen im Nebenraum der Studiengangsleiter Prof. Dr. Günter Schmid. Er grämte sich ein wenig, dass sein Studiengang zu einem Modestudium verkommen sei: "Man sollte das studieren, was einen interessiert, nicht das, wo es eventuell das meiste Geld hinterher gibt. Sonst haben Sie es sehr schwer", sagte Schmid. Auch er unterstrich, dass die kleinen Gruppen die Fachhochschule auszeichne. Da sei die Möglichkeit zu einem Gespräch immer geben. Die Praxisnähe sei zudem auch in der Betriebswirtschaftslehre gegeben, zum einen durch ein dreimonatiges Pflichtpraktikum, zum anderen durch die Professorinnen und Professoren: "Wir alle haben mehrere Jahre in der Praxis verbracht - wir wissen also, was dort abgeht", so Schmid.