08.05.2014

„Ein ineinandergreifendes Angebot kompetenter Beratung“

Die Agentur für Arbeit und die FH Bielefeld unterzeichnen Vereinbarung zur Fortsetzung der erfolgreichen Beratungs-Kooperation.

Bielefeld (fhb). Die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit bei der Information und bei der Beratung von Studieninteressierten, Studierenden und Absolventen haben am 6. Mai die Agentur für Arbeit Bielefeld und die Fachhochschule Bielefeld mit einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten. Thomas Richter, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, und Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, die Präsidentin der FH Bielefeld, unterzeichneten die Vereinbarung an der FH. Ziel ist es, "ein ineinandergreifendes Angebot kompetenter Beratung und Information weiterzuentwickeln", heißt es im Vertragstext.

Thomas Richter sieht in der Zusammenarbeit auch die Möglichkeit, jungen Menschen  den richtigen Weg zu weisen, wenn das Studium auf der Kippe steht. Richter: "Natürlich sollte zunächst immer ein Studienabbruch vermieden werden. Wenn es aber gar nicht mehr anders geht, dann darf das Studium nicht zu einem Irrweg werden, sondern sollte lediglich ein Umweg sein, um letztendlich doch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Dafür haben wir Sorge zu tragen." 

Beate Rennen-Allhoff wertet die Vereinbarung als Fortsetzung eines umfangreichen, ausbaufähigen Servicekonzeptes, das von der Entscheidung für den richtigen Studiengang bis hin zur Bewerbung um den passenden Arbeitsplatz mit Rat und Tat Hilfestellung leistet.     

Im Februar 2011 hatten sich die Kooperationspartner erstmals auf eine konkrete Zusammenarbeit festgelegt. Jetzt wird es darum gehen, dass die Beraterinnen und Berater für akademische Berufe der Agentur für Arbeit und die Studienberaterinnen und Studienberater der FH mindestens einmal im Jahr ein gemeinsames Treffen veranstalten, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Die Arbeitsagentur wird zudem einmal im Jahr spezielle Veranstaltungen zur Vorstellung des FH-Studienangebots im eigenen Berufsinformationszentrum (BIZ) durchführen.

Hervorgehoben wird in der Vereinbarung, dass die Angebote der Bielefelder Arbeitsagentur zur Beratung und Orientierung "von allen Studierenden und Absolventen/innen ohne Einschränkung genutzt werden" können. Im Rahmen der Einzelberatung werden die Beratenden beider Einrichtungen "unter Beachtung der Grundsätze von Datenschutz und Schweigepflicht" die Rat Suchenden an die jeweils andere Beratungseinrichtung weiterleiten, "wenn dies zum Wohl und mit Einverständnis der Rat-Suchenden geschieht".

Darüber hinaus wurde festgehalten, dass sich die Beraterinnen und Berater der Arbeitsagentur "auf Wunsch an studien- und berufsorientierenden Veranstaltungen und Aktionen der Fachbereiche und Beratungseinrichtungen der Fachhochschule beteiligen". Regelmäßig verabredet sind jetzt zudem Seminare an der FH mit Unterstützung der Arbeitsagentur zum Thema "Stellensuche und Bewerbung".

Dr. Marita Ripke, die Leiterin der Zentralen Studienberatung der FH Bielefeld, und ihr Kollege Dr. Martin Griepentrog vom Hochschulteam der Arbeitsagentur sehen beide weiterhin einen enormen Beratungsbedarf. Die "größte Klientengruppe", so Dr. Griepentrog, seien mittlerweile die Studierenden "in den Endsemestern", das berufsvorbereitende Coaching gewinne an Bedeutung. Dr. Ripke stellt fest, dass das Kooperationsmodell für Bielefeld in dieser Form einmalig und durchaus nachahmenswert sei.