07.02.2014

Einen Tag lang Student sein

Studieninteressierte hatten während der Wochen der Studienorientierung die Möglichkeit Hochschulluft zu schnuppern.

Es ist Prüfungszeit an den weiterführenden Schulen. Die OberstufenschülerInnen gehen mit großen Schritten auf die Abiturprüfungen zu. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Studium oder Ausbildung? Der Übergang von Schule zu Studium ist für viele neu und unklar.

Die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Fachhochschule (FH) Bielefeld beteiligte sich in diesem Jahr an den rund 300 landesweiten Veranstaltungen in den Wochen der Studienorientierung. Die Orientierungswochen wurden in Kooperation mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie dem Schulministerium und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.

Bei den Probevorlesungen in den Fachbereichen Gestaltung, Ingenieurwissenschaften und Mathematik, Wirtschaft und Gesundheit sowie Sozialwesen wurden zusätzlich zu den Fachinformationen auch über allgemeine Themen, wie etwa Zulassungsbeschränkungen, Auslandssemester und Studienfinanzierung informiert. Hauptziel war jedoch nicht nur den Inhalt der Kurzvorlesung zu vermitteln, sondern den Interessierten einen Einblick in das Studium zu geben. "Sich frühzeitig zu informieren und Klarheit über die eigenen Zielvorstellungen zu bekommen, ist besonders wichtig", erläutert Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die Gründe einer solchen Veranstaltungsreihe. Zusätzlich zu den Professorinnen und Professoren, die die Vorlesungen gehalten haben, waren Studierende der jeweiligen Fachbereiche vor Ort und standen den Interessierten Rede und Antwort. So wurden unter anderem Fragen zum Studium an sich, aber auch zum studentischen Leben beantwortet. Für modulspezifische Fragen waren teilweise auch Mitarbeiterinnen der Studienfachberatung vor Ort, um den Interessierten auf jede Frage eine Antwort geben zu können.

"Meine Freundin und ich sind extra aus Ahaus nach Bielefeld gekommen, weil wir überlegen, an der FH Bielefeld zu studieren", berichtet Vanessa Engelmann von ihren Beweggründen. Die beiden angehenden Abiturientinnen wollen lieber an der Fachhochschule studieren, da sie mehr praktischen Bezug bietet, als es an Universitäten der Fall ist. Auch Dennis Goldkuhle ist extra nach Bielefeld gereist, um sich über die Studiengänge zu informieren. "Die Veranstaltung war gut um Fragen zu stellen und zu sehen, wie das Studium überhaupt abläuft", sagt der 23-jährige.

Neben den Probevorlesungen war der Elternabend gleichfalls gut besucht. "Die Eltern wurden sehr gut betreut. Vielen war es wichtig, noch einmal den Unterschied zwischen Universität und Fachhochschule zu erfahren. Prof. Dr. Jörg-Michael Keuntje hat dies wie gewohnt anschaulich erklärt, und es konnten auch alle weiteren Fragen zur Zufriedenheit der Eltern geklärt werden", meint Karin Laube von der ZSB.

Dieses positive Feedback nimmt die Zentrale Studienberatung zum Anlass, diese Veranstaltungsreihe, die in dieser Form das erste Mal so in Bielefeld durchgeführt wurde, an der FH Bielefeld zu etablieren. "Wir haben etwas Neues probiert, was gut angenommen wurde", resümiert Laube.