Die Fachhochschule Bielefeld bietet in Minden und Gütersloh insgesamt fünf praxisintegrierte Studiengänge an. Zum Wintersemester 2012/13 mit insgesamt 388 Studierenden und 200 kooperierenden Unternehmen.
Das Studiengangmodell, bei dem sich Praxisphasen in einem Unternehmen über elf Wochen mit Theoriephasen an der FH über zwölf Wochen abwechseln, ist schnell zum Renner geworden.
155 Studierende beginnen zum kommenden Wintersemester, davon 38 im Studiengang Mechatronik/Automatisierung in Gütersloh, 57 im Wirtschaftsingenieurwesen, davon 30 in Gütersloh und 27 in Minden, 22 in der Elektrotechnik in Minden und 38 im Maschinenbau in Minden. Zum Sommersemester 2012 waren in Minden 115 und in Gütersloh 118 Personen in praxisintegrierte Studiengänge eingeschrieben, zum kommenden Wintersemester werden es insgesamt 388 Personen in Gütersloh und Minden sein. Die Fachhochschule Bielefeld kooperiert mit etwa 200 Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe, dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und Niedersachsen. Allein 50 Unternehmen sind im kommenden Wintersemester erstmals als Kooperationspartner dabei.
Marcus Miksch koordiniert die Unternehmenskontakte an der FH Bielefeld: "Mit dem praxisintegrierten Studium hat die FH Bielefeld den Nerv der Industrie getroffen. Die Unternehmen können ihren Fachkräftenachwuchs hier in der Region ausbilden." Einen großen Vorteil sehen die Unternehmen darin, dass sich die Studierenden in der Praxisphase für knapp drei Monate auf den Betrieb konzentrieren können, so Miksch. "Auch die Studierenden haben viele Vorteile: sie werden von Beginn an in das Unternehmen integriert, sammeln Berufserfahrung und bekommen eine Vergütung." Unter den Studierenden sind auch langjährige Mitarbeiter der Unternehmen, die für ein Studium ihren Job nicht aufgegeben hätten, wenn es nicht die Möglichkeit des praxisintegrierten Studiums vor Ort geben würde. "Im praxisintegrierten Studium können sie in ihrem Job weiterarbeiten und sich parallel weiterqualifizieren", sagt Marcus Miksch. Das sei genau das, was die Unternehmen suchen. "Leider konnten nicht alle Unternehmen einen geeigneten Kandidaten für ihre Stellen finden. Es wurden 202 Plätze angeboten, 155 konnten besetzt werden."