Bielefeld (fhl). "Semestertreffen" nennen sie es. Sie sind mittlerweile ältere, aber rüstige und unternehmungslustige "Semester", die sich einmal im Jahr treffen, Erinnerungen aufleben lassen, sich gemeinsam informieren und auch gut essen gehen. Am 11. September war Bielefeld ihr Treffpunkt. Die Fachhochschule auf dem Campus-Neubau und Aktuelles rund ums Studium am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik standen auf dem Programm. Peter Pflüger hatte organisiert, 12 Kommilitonen von damals waren seiner Einladung gefolgt. Denn es war ein ganz besonderes Wiedersehen: Vor 50 Jahren nämlich hatten sie - das Semester K 6 - ihren Abschluss an der Staatlichen Ingenieur-Schule für Maschinenwesen in Bielefeld bestanden. Die Schule ist eine der Vorgängereinrichtungen der FH Bielefeld. "Unser Fachbereich freut sich, wenn er Ehemalige begrüßen kann, die sich für ihre alte Ausbildungsstätte interessieren. Das verrät uns natürlich auch, dass sie sich bei uns ganz gut aufgehoben gefühlt haben", so Dekan Prof. Dr. Lothar Budde vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik, der die Jubilare begrüßte.
Prof. Dr. Frank Sander, am Fachbereich für die Lehrgebiete Thermodynamik, Wärme- und Stoffübertragung sowie Energietechnik zuständig, schilderte ihnen im Detail die aktuellen Entwicklungen in Studium und Lehre und ging auch auf die Forschungs- und Transferaktivitäten des Fachbereichs ein. Dekan Budde machte zudem auf die vielfältigen Unternehmenskontakte seines Fachbereichs und die wachsende Internationalisierung aufmerksam. Der zweistündige Besuch endete mit einer Führung durch den FH-Neubau.
Anschließend ging es in die Mensa im Gebäude X. Am Nachmittag stand eine Stadtführung auf dem Programm, und am frühen Abend referierte Buddes Amts-vorgänger als Dekan, Prof. Dr. Gerhard Zenke, über "50 Jahre Ingenieurwissen in Bielefeld - Das Ding mit dem Ing.".
Das "Semestertreffen" schloss anderntags mit einer Führung durch die Kasamatten der Sparrenburg und einem "kleinen Mittagstisch". Zum nächsten Treffen in 2016 und damit zur Fortsetzung einer guten Tradition hat man sich verbindlich verabredet.