Wo kann ich als Wirtschaftsingenieur(in) im Unternehmen eingesetzt werden? Diese Frage stand im Fokus zweier Fachexkursionen der Mindener Studierenden des praxisintegrierten Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Bielefeld. In diesem Monat besuchten sie die Unternehmen WAGO Kontakttechnik in Minden und HARTING Technology Group in Espelkamp. Die Unternehmen boten einen praktischen Einblick in das vielfältige Berufsfeld von Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren. So konnten sich die Studierenden über (künftige) berufliche Herausforderungen und Arbeitsfelder informieren. Ihnen wurde aufgezeigt, welche Qualifikationen und persönlichen Voraussetzungen sie dafür benötigen. Typische Wirkungsstätten finden sich überall dort, wo Ingenieurwissen ebenso gefragt ist wie betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Meist sind dies Schnittstellenfunktionen in Einkauf und Vertrieb, Produkt- und Projektmanagement.
Ein weiteres Themenfeld der Exkursionen waren aktuelle Herausforderungen der Unternehmen wie technische Entwicklungen aber auch der Umgang mit der Wirtschaftskrise. Die Studierenden vom Campus Minden waren für den Einblick in die Praxis und die Präsentation der Unternehmen dankbar. Dabei ist der Exkurs in die "reale Arbeitswelt" für die Studierenden nichts Außergewöhnliches. Da der Bachelorstudiengang am Campus Minden als "praxisintegrierte" Variante angeboten wird, sind die Studierenden parallel zum Studium ohnehin in einem Unternehmen beschäftigt; entweder als Auszubildende, als Angestellte oder als Praktikanten. In den sieben Studiensemestern wechseln sich Praxisphasen über elf Wochen im Unternehmen und Theoriephasen über zwölf Wochen in der Fachhochschule ab. Zwei der Studierenden sind zum Beispiel bei WAGO in Minden beschäftigt, aber auch Unternehmen außerhalb Mindens kooperieren mit der Fachhochschule Bielefeld.
Ingo Balzer, Student im ersten Semester und gleichzeitig Auszubildender bei den Stadtwerken Bielefeld, ist von dem praxisintegrierten Modell überzeugt: "Ich kann hier in dreieinhalb Jahren meinen FH-Abschluss und gleichzeitig eine Ausbildung zum Elektroniker machen und wachse von Beginn an in das Unternehmen hinein. Das ist einfach viel effizienter und obendrein muss ich mir keine Gedanken machen, wie ich mein Studium finanziere, da ich ja mein Ausbildungsgehalt bekomme."
Sein Kommilitone Markus Mensching sieht das genauso: "Ich kombiniere das Studium momentan mit einem Jahrespraktikum bei der Firma Hautau in Helpsen. So kann ich schon im Studium Berufserfahrung sammeln, was mir später sicher einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt verschafft."
Der nächste Jahrgang startet im August 2010. Interessierte Unternehmen und
Bewerber finden weitere Informationen zum praxisintegrierten Studium am Campus Minden unter:
www.fh-bielefeld.de/technik.
Unternehmen, die sich für eine Kooperation interessieren, können sich zudem per E-Mail an den Koordinator für duale Studiengänge, Verbundstudiengänge und wissenschaftliche Weiterbildung wenden:
Marcus Miksch
e-mail: praxisintegriertes.studium@fh-bielefeld.de