Die Fachhochschule (FH) Bielefeld ist an dem Forschungsprojekt 'Jüdische Diaspora als Topografie der Moderne' anlässlich des 10jährigen Bestehens des Felix-Nussbaum-Hauses im Jahr 2008 beteiligt. Das auf 2,5 Jahre angelegte Projekt wird in Kooperation zwischen dem Felix-Nussbaum-Haus, dem jüdischen Museum Amsterdam und dem Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld durchgeführt. Die Projektleitung liegt in den Händen von Inge Jaehner (Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück), Dr. Edward van Voolen (Jüdisches Museum Amsterdam) und Professor Dr. Martin Deppner (FH Bielefeld, Fachbereich Gestaltung). Im Fokus des Drittmittelprojekts steht nicht allein die Dokumentation hierzulande unbekannter Kunstwerke, die das Schaffen des jüdischen Künstlers Felix Nussbaum begleitend erhellen. "Es ist ein Forschungsprojekt", so Professor Dr. Deppner, "hinsichtlich des immer noch kaum beachteten Einflusses jüdischer Tradition auf die Kultur der Moderne, in Kunst, Geistesleben und Wissenschaft. - Das schier unerschöpfliche Potential jüdischen Denkens gilt es deshalb anhand dieses Anlasses neu zu bestimmen und für Gegenwart und Zukunft nutzbar zu machen." Die Ausstellung, der Katalog und das wissenschaftliche Begleitprogramm sollen dazu beitragen, Missverständnisse abzubauen und neue Denkhorizonte zu öffnen. Fragen zur Fundierung der jüdischen Tradition auf die Schrift, das Verhältnis zum Bild als mediales Ereignis, die Gottesvorstellung sowie Wechselwirkungen zwischen Rationalität und Mystik im Kontext aktueller Kulturdimensionen gehören zu den Schwerpunkten, die das Projekt zur Diskussion stellen wird. Ferner finden jene Impulse Beachtung, die als produktive Anregungen in sämtlichen Bereichen der Wissenschaft und Kultur sich dem Leben und Denken in jüdischer Tradition verdanken.
Kontakt
Dipl.-Des. Jana Duda,
Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Gestaltung
Lampingstraße 3, 33615 Bielefeld
e-mail jana.duda@gmx.de