06.08.2012

FH-Professorin Ingrid Hentschel bei Salzburger Festspiel-Dialogen

Die Theaterwissenschaftlerin spricht über „Ariadne auf Naxos“.

Die Salzburger Festspiele sind jährlich ein Treffpunkt für Kunstbegeisterte. Debatte, Diskussion und Auseinandersetzung finden in großem Stil statt. Die Freunde der Salzburger Festspiele organisieren jährlich die Festspiel-Dialoge.

Anlässlich der erfolgreichen Inszenierung der Urfassung der Oper "Ariadne auf Naxos" durch Sven-Eric Bechtolf zusammen mit Molières Komödie "Der Bürger als Edelmann" sprach die Theaterwissenschaftlerin Dr. Ingrid Hentschel auf Einladung der Salzburger Festspiel-Dialoge über das Stilexperiment zwischen Schauspiel und Oper, Komödie und Tragödie.

Hentschel: "Die kontrastierenden Frauenfiguren Ariadne und Zerbinetta verkörpern zwei existentielle Einstellungen zum Leben und zur Liebe".
Im Libretto Hugo von Hofmannsthals heißt es dazu: "Es handelt sich um ein simples und ungeheures Lebensproblem: das der Treue. An dem Verlorenen festhalten, ewig beharren, bis an den Tod - oder aber leben, weiterleben, hinwegkommen, sich verwandeln".

Ingrid Hentschel deutet die motivischen und stilistischen Kontraste in diesem selten gespielten Werk im Zusammenhang mit der Bedeutung, die der Erfahrung des Komischen und damit der Komödie zukommt. Erst das Gleichgewicht von Komik und Tragik wird der Komplexität menschlicher Erfahrung gerecht.

Im Rahmen der Festspiel-Dialoge unter dem Motto "Verzauberung und Risiko" sprechen weiterhin Bazon Brock und Jan Assmann am 7. und 14. August 2012.
Weitere Informationen: www.festspielfreunde.at
Die Salzburger Festspiele laufen noch bis zum 2. September 2012. http://www.salzburgerfestspiele.at

Die Theaterwissenschaftlerin Dr. Ingrid Hentschel ist Professorin für Theater, Kultur und Medien am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Bielefeld.