19.09.2008

FH Bielefeld erfolgreich im Professorinnenprogramm

Die Fachhochschule (FH) Bielefeld ist neben der FH Dortmund die einzige Fachhochschule landesweit, die sich beworben und die Voraussetzung für das Professorinnenprogramm erfüllt hat. Somit kann die Fachhochschule Bielefeld drei zusätzliche Professorinnen für die Dauer von maximal fünf Jahren einstellen. Die FH wird sie in den beiden größten Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Mathematik sowie Wirtschaft und Gesundheit einsetzen.

Voraussetzung für eine Bewerbung um das von Bund und Ländern geförderte Professorinnenprogramm war ein gutes Gleichstellungskonzept mit durchgängigen und verbindlichen, chancengerechten Strukturen. "Ich habe fest mit einem Erfolg gerechnet, da ich von unserem Gleichstellungskonzept sehr überzeugt bin.", sagt Hildegard Schumacher-Grub, Gleichstellungsbeauftragte der FH Bielefeld.

Die Fachhochschule Bielefeld hat mit ihrem Gleichstellungskonzept einen Maßnahmenkatalog geschaffen, der sowohl Nachwuchswissenschaftlerinnen in Spitzenpositionen als auch Schülerinnen und Studentinnen in wissenschaftlichen Fächern nachhaltig fördert. So wies die Fachhochschule Bielefeld im Jahr 2007 im landesweiten Vergleich den höchsten Anteil mit Frauen besetzter Professorenstellen unter allen Hochschule auf.
Unter den Studierenden der FH Bielefeld besteht seit Jahren ein Frauenanteil von rund 40 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil an Professorinnen an der FH Bielefeld stetig gestiegen und bewegt sich damit auf den Anteil weiblicher Studierender zu. 2008 liegt der Frauenanteil bei 23,18 Prozent.
Bei den Neuberufungen hatte sich die FH Bielefeld gegenüber dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie zu einer Frauenquote von 20 Prozent verpflichtet. Diese Quote hat die FH Bielefeld nun für die nächsten Jahre angehoben, so dass sie bei den Neuberufungen einen Frauenanteil von 33 Prozent anstrebt.
Eine Reihe von weiteren Maßnahmen soll nicht nur die Frauenquote in den Professuren steigern. Studentinnen sollen für besonders zukunftsträchtige ingenieurwissenschaftliche Studiengänge gewonnen werden. Die Aufnahmezahlen in den Studiengängen Apparative Biotechnologie und Regenerative Energien sollen deshalb verdoppelt werden. In diesen Studiengängen sowie in dem neuen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen und dem 2009 hinzukommenden Studiengang Logistik wird ein Frauenanteil von bis zu 40 Prozent angestrebt.