Bereits zum 16. Mal hat die Wirtschaftszeitschrift "handwerk magazin" zusammen mit der Steinbeis-Stifung und der Signal Iduna Gruppe den "Professor-Adalbert-Seifriz-Preis für Technologietransfer" ausgeschrieben, der auch unter der Bezeichnung "Meister sucht Professor" bekannt ist. Fünf Tüftler-Gruppen aus ganz Deutschland wurde der Preis zuerkannt. Darunter zwei Preisträger aus Ostwestfalen-Lippe: Werkzeugmacher-Meister Udo Werner, Geschäftsführer der Lehmann GmbH & Co.KG in Bad Salzuflen, und Professor Dr. Christoph Jaroschek vom Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule (FH) Bielefeld haben den Spritzguss revolutioniert durch ein Tandemwerkzeug, das Qualität und Ausstoß der gefertigten Teile erhöht.
Die beiden OWL-Preisträger haben eine Werkzeugtechnik erfunden, dessen zwei Arbeitsebenen sich getrennt voneinander ansteuern lassen. Während der Kunststoff in einer Trennebene auskühlt, wird der Rohstoff in die zweite Trennebene eingespritzt. Das verbessert die Auslastung der Spritzmaschinen und reduziert die Stückkosten, weil die Produktion sich abhängig vom verwendeten Material und der Teilegeometrie teilweise verdoppeln kann. Das Tandemwerkzeug lässt sich unabhängig vom Hersteller auf jeder gängigen Spritzgießmaschine installieren und ist daher für viele Anwender interessant.