19.12.2002

Weidmüller Preis 2002: Studierende der Wirtschaft und Produktentwicklung ausgezeichnet

Kerstin Kusiek, Studentin am Fachbereich Wirtschaft, und Kai Grigutsch, Student am Fachbereich Mathematik und Technik, sind die Preisträger der Fachhochschule (FH) Bielefeld, die den Weidmüller Preis 2002 erhalten.

Die jeweils mit 4.000 Euro verbundene Auszeichnung überreichten Professor Dr. Volker Herzig, Geschäftsführer der Weidmüller Stiftung, und Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff, Rektorin der FH Bielefeld. Die in Detmold ansässige Weidmüller Stiftung vergibt diesen Preis seit 1995 und unterstützt damit besonders förderungswürdige Studierende, die in integrierten Studiengängen vorgesehene Praxis- und Studiensemester im Ausland anstreben. In diesem Jahr hat die Jury zum achten Mal zwei Preisträger ermittelt, die sich durch kurze Studiendauer, überdurchschnittliche Leistungen, gute Fremdsprachenkenntnisse und ein überzeugendes Persönlichkeitsbild empfehlen.

Nach ihrem Abitur am Fachgymnasium Heide/Schleswig-Holstein schrieb sich Kerstin Kusiek zum Wintersemester 2000/01 für den Studiengang Wirtschaftrecht am Fachbereich Wirtschaft ein. Nach Abschluss des Grundstudiums ist die 22-jährige seit September 2002 eingeschriebene Gaststudentin an der University of Windsor - Faculty of Law in Kanada, an der sie Kurse der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften belegt. "Nach meinem Studium möchte ich in Unternehmen tätig sein, die in Zeiten der Globalisierung international agieren. Die in Kanada erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten werden mir die Möglichkeit geben, juristische Sachverhalte auch in einem anderen Rechtssystem lösen zu können und somit nicht nur für den nationalen, sondern auch für den internationalen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu sein", begründet die Preisträgerin Kerstin Kusiek ihre Studienwahl in Kanada. Neben fachlichen Gesichtspunkten waren auch soziale Gründe entscheidend, "denn Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Kulturen in Kanada werden mir in meinem späteren Beruf von Vorteil sein."

Kai Grigutsch (27) studiert seit dem Wintersemester 1999/2000 am Fachbereich Mathematik und Technik im Studiengang Produktentwicklung. Der in Marne im Bundesland Schleswig-Holstein geborene Preisträger entschied sich nach seinem Abitur und einer Ausbildung zum Industriemechaniker mit der Fachrichtung Betriebstechnik bei der DEA Mineralöl AG in Heide für ein Studium in Bielefeld. Das Grundstudium und das Hauptstudienfach Mehrkörpersimulation hat er mit sehr guten Leistungen abgeschlossen. Kai Grigutsch gehört zu den besten Studenten des Studiengangs Produktentwicklung, so dem Gutachten der Jury zu entnehmen. Als studentische Hilfskraft im Labor für Struktur- und Schwingungsanalyse arbeitet er zur Zeit an einem Projekt zur 3D-Simulation von Windkraftanlagen. Mit dem Preisgeld plant Kai Grigutsch ein Auslandsstudiensemester an der Virginia Commonwealth University in Richmond/USA, mit der die FH Bielefeld Kooperationen unterhält. Dort will er Studienkurse der Mechatronik belegen, die sehr gut in seinen Bielefelder Studienverlaufsplan passen.