11.04.2014

„Internationale Gäste bereichern das Hochschulleben“

Akademisches Auslandsamt erfolgreich bei der Einwerbung und Vergabe von Stipendien / Studierendenmobilität entwickelt sich positiv.

Bielefeld (fhb). Ob Studierende, Lehrende oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausländischer Partnerhochschulen: Internationale Gäste sind gern gesehen an der FH Bielefeld. "Wir schnüren für unsere Gäste, insbesondere für die Studierenden aus dem Ausland, ein erstes Willkommenspaket, um ihnen einen erfolgreichen und angenehmen Start an der FH Bielefeld zu ermöglichen" sagt Grit Dörfel, die Leiterin des Akademischen Auslandsamtes (AAA) der FH Bielefeld. 

Zu Beginn dieses Sommersemesters kamen 33 Austauschstudierende, so genannte "Incomer", aus verschiedensten Teilen der Welt an die Fachhochschule Bielefeld, unter anderem aus Nordamerika, Korea, Großbritannien, Jordanien, Mexiko und Finnland, um nur einige der insgesamt 18 Herkunftsländer aufzuzählen. Grit Dörfel: "Auch wenn die Zahl auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich hoch erscheint, so steigt sie ständig und gibt Auskunft über die Bedeutung der Internationalität, zu der sich unsere Hochschule ausdrücklich bekennt."

Die "Incomer" werden vom Team des Akademischen Auslandsamts in allen Belangen tatkräftig unterstützt: Von der Wohnraumorganisation in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Bielefeld über die Koordination der Anreise bis hin zur Orientierungswoche mit Intensivsprachkursen, gemeinsamen kulturellen Veranstaltungen und einem Welcome-Abend im Internationalen Begegnungszentrum an der Morgenbreede, inklusive Catering.

Darüber hinaus koordiniert das Akademische Auslandsamt ein Team von zurzeit rund 30 studentischen Paten, so genannte "Buddies", die die Incomer insbesondere am Anfang unterstützen und somit das Einleben fern der Heimat leichter machen. Bevor es richtig los geht mit den Vorlesungen und Seminaren, erkunden die Neuen Bielefeld im Rahmen einer Stadtrallye, besichtigen prominente Ziele wie die Sparrenburg und werfen einen Blick über die Stadtgrenzen hinaus in die einladende OWL-Landschaft. Grit Dörfel: "Ohne die tatkräftige und ehrenamtliche Arbeit unserer Buddies wäre das Angebot in diesem Umfang nicht möglich." Deshalb ihr "großes Dankeschön" an die Betreuerinnen und Betreuer, die in der Regel selbst im Ausland studiert haben und die sich dem internationalen Austausch verpflichtet fühlen.

Die Zahl der Incomer ist in den letzten Jahren ständig gestiegen. Waren es im Studienjahr 2008/2009 nur 36, stieg sie drei Jahre später auf 58. Im jetzt laufenden Studienjahr 2013/2014 sind es bereits 85. Gleichzeitig befindet sich die Zahl der Personen, die im Rahmen ihres Studiums einen Auslandsaufenthalt absolvieren wollen, seit dem Studienjahr 2009/2010 im Aufwärtstrend: Im aktuellen Studienjahr nutzten insgesamt 110 Studierende diese Möglichkeit. Das Akademische Auslandsamt unterstützt dabei die Organisation, Durchführung und Finanzierung des Aufenthaltes. Der größte Teil der so genannten "Outgoer" erhält für Studienaufenthalte in Europa Stipendien aus dem ERASMUS-Programm der Europäischen Union. Zudem wirbt die FH Bielefeld Mittel für Studien- und Praktikaaufenthalte, Abschlussarbeiten sowie Studienreisen im außereuropäischen Ausland aus dem PROMOS-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein.

Barbara Lawatzki, ERASMUS-Hochschulkoordinatorin für den Bereich Studium, Sandra Schoeß, ERASMUS-Hochschulkoordinatorin für den Bereich Praktikum und zugleich Sprecherin und Repräsentantin des Konsortiums Ausbildungspartnerschaft Westfalen-Lippe (AWL), sowie Sandra Siekaj, Koordinatorin für internationale Angelegenheiten, stehen den Studierenden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Und es gibt eine weitere "Finanzspritze", die das FH-Präsidium aus den "Qualitätsverbesserungsmitteln" des Landes Nordrhein-Westfalen bereit stellt. "Wir sind recht erfolgreich bei der Einwerbung und Vergabe von Stipendien und bemühen uns, so viele Studierende wie möglich zu unterstützen, auch wenn die Gesamtsumme von Jahr zu Jahr schwankt", sagt Grit Dörfel. Die Studierendenmobilität sei insgesamt, so die AAA-Leiterin, auf einem guten Stand "und wird sich sicherlich weiter positiv entwickeln".

Das ist ganz im Sinne der FH Bielefeld: Internationalität ist ein gewichtiger Baustein im Selbstverständnis der Hochschule. So ist es sehr erfreulich, dass im laufenden Sommersemester zusätzlich zu den Austauschstudierenden insgesamt 205 internationale Studierende eingeschrieben sind; junge Leute, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben und ihr komplettes Studium in Deutschland absolvieren. Sie interessieren sich vor allem für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre, aber auch für Soziale Arbeit, Gestaltung, Maschinenbau und Wirtschaftsrecht. Die Studierenden kommen aus über 50 verschiedenen Nationen. Sie sind ein deutlicher Beleg für eine offene und global ausgerichtete Hochschule. Grit Dörfel: "Die Fachhochschule Bielefeld lebt Vielfalt und hat sich explizit zur Förderung eines offenen Lern- und Arbeitsklimas bekannt. Unsere internationalen Gäste bereichern das Hochschulleben durch ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe und ermöglichen es uns, Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten und dadurch neue Ideen zu entwickeln."