17.07.2008

Neue Leitung

Marie Elisabeth Müller ist die neue Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Wesentlich ist sie für die Koordination und Organisation der internationalen Beziehungen der FH Bielefeld zuständig.

Internationalisierung heißt heute das "Zauberwort" an deutschen Hochschulen, die sich auch auf dem globalen Ausbildungsmarkt behaupten wollen. An der FH Bielefeld organisiert die neue Leiterin gemeinsam mit ihrem Team den Austausch deutscher Dozenten, Studierender und Praktikanten an ausländische Institutionen, umgekehrt auch für ausländische Dozenten und Programmstudierende, die semesterweise an die FH Bielefeld kommen.

Das Akademische Auslandsamt koordiniert auch die internationalen Hochschulpartnerschaften der FH Bielefeld Marie Elisabeth Müller war zuvor vier Jahre lang in Kenia als Lektorin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für German Studies am Department of Linguistics and Languages der University of Nairobi tätig. Die promovierte Literatur- und Medienwissenschaftlerin bringt vielseitige Kenntnisse in Hochschulpolitik und Medienlandschaft mit. In Ostafrika lernte sie den Nutzen internationaler Zusammenarbeit schätzen; sie ist Mitbegründerin von "GANAA" - einem Alumni-Netzwerk zum Thema "Vielsprachigkeit und Sprachenpolitik in Afrika", das von afrikanischen Universitäten, der Universität Leipzig und dem DAAD betrieben wird. In den Jahren 1993 bis 2004 arbeitete die gebürtige Düsseldorferin zudem als Journalistin, Redakteurin, Regisseurin und Autorin für öffentlich-rechtliche Sender, vor allem in Süddeutschland. 2005 hat Hoffmann und Campe ihr Buch "Mietek Pemper. Der rettende Weg. Schindlers Liste - Die wahre Geschichte" veröffentlicht, geschrieben gemeinsam mit Mietek Pemper und Viktoria Hertling.

Zwei zukünftige Schwerpunkte ihrer Arbeit in Bielefeld benennt die neue Leiterin: Eine zukunftsweisende Strategie für den Ausbau der internationalen Beziehungen der FH Bielefeld zu entwickeln, und die Mobilität von Studierenden und Dozenten zu befördern. Die politisch gewünschte Internationalisierung sei für alle Hochschulen eine große Herausforderung. "Diese Entwicklung wollen wir mit einer nachhaltigen Strategie begleiten", so Müller. Denkbar seien neue Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen, die zu Doppelabschlüssen vor allem im Masterbereich führen, die Konzentration der Zusammenarbeit auf bestimmte geografische Weltregionen sowie die dringend notwendige Einführung weiterer englischsprachiger Studiengänge im Bachelor- und Masterbereich in allen Fachbereichen. Die Angleichung der Abschlüsse an deutschen Fachhochschulen und Universitäten durch den "Bologna-Prozess" hält sie für einen enormen Fortschritt im deutschsprachigen Hochschulwesen: "Nun könnten die Pluspunkte der Fachhochschulen mit ihren praxisbezogenen, auf den Arbeitsmarkt ausgerichteten Studiengängen bei gleichzeitig hohem akademischem Niveau stärker genutzt werden. Eine Kombination, die gerade im Ausland gut ankomme. Die Fachhochschule Bielefeld ist gut aufgestellt in einem starken Wirtschafts- und Hochschulraum in Ost-Westfalen. In den kommenden Jahren kommt es darauf an, dies sichtbar zu machen und die Internationalisierung zu verstärken."