Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik, kurz IuM, und die Hochschulbibliothek wollen ihre Aktivitäten für ein zukunftsorientiertes Lehren und Lernen aufeinander abstimmen und wechselseitig ergänzen. Anfang Februar unterzeichneten der Dekan Prof. Dr. Lothar Budde und die Bibliotheksdirektorin Dr. Karin Ilg eine entsprechende Vereinbarung. "Dieser Schritt war naheliegend", betont Budde, "denn auf beiden Seiten geht es darum, die Lernprozesse Studierender optimal zu unterstützen. Und für beide spielt der sinnvolle Einsatz digitaler Medien in der Lehre dabei eine Schlüsselrolle."
Fünf Handlungsfelder umfasst das unterzeichnete Kooperationskonzept: Ausbau der Fachbereichsangebote im Bereich E-Learning und Blended Learning, Ausbau des elektronischen Medienbestands für die MINT-Fächer, Unterstützung der Kompetenzentwicklung im Umgang mit digitalen Ressourcen, Unterstützung besonderer Studienformen wie Verbund- und praxisintegrierter Studiengänge, Lernorte wie das künftige Lernzentrum des Serviceverbunds MIND am Campus Bielefeld. Weitere Kooperationsperspektiven sollen erkannt, entfaltet und realisiert werden.
Mitinitiator Prof. Dr. Jörn Loviscach, weithin bekannt für seine E-Learning-Aktivitäten, erläutert: "Wir betreiben am Fachbereich auch experimentelle Bildungsforschung. Beispielsweise untersuchen wir verschiedene Didaktikansätze daraufhin, inwieweit sie die Hochschullehre in den MINT-Studienfächern voranbringen."
In der Hochschulbibliothek geht es hingegen um die Neu- und Weiterentwicklung fachübergreifender, lehr- und lernunterstützender Services in physischen wie virtuellen Lernumgebungen. Dazu gehören zum Beispiel medientechnische und -pädagogische Unterstützungsleistungen beim Einsatz digitaler Medien. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen entsprechende Arbeitsbereiche: am Fachbereich IuM die "Werkstatt Lernen und Lehren" (WL²), in der Hochschulbibliothek und im MIND den Bereich "Learning Services - lehr- und lernunterstützende Dienste".
Seit Jahren arbeiten der Fachbereich und die Hochschulbibliothek im Bereich wissenschaftlicher Information und Medien bewährt zusammen. Über die nun besiegelte Kooperation zeigt sich auch Bibliotheksleiterin Ilg hochzufrieden: "Die Vereinbarung schafft eine optimale Ausgangslage, um konkrete Schritte der weiteren Zusammenarbeit gezielt, gemeinsam und einander ergänzend anzugehen."