80 Interessierte waren am 23. November zusammengekommen, um sich am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik - IuM - mit dem schwierigen Thema der zukünftigen Speichertechnologien zu beschäftigen. Die Studierenden des Fachbereichs hatten zum 3. Studierendenkongress eingeladen. Acht Referentinnen und Referenten widmeten sich in Vorträgen, Workshops und Diskussionen dem Speicherthema unter dem Titel: "Innovative Speichertechnologien. Der Schlüssel zur regenerativen Energieversorgung?!".
Der Kongress stand wie immer unter dem Motto: "Von Studierenden, für Studierende". Die Vorteile eines solchen Veranstaltungsformates liegen für Lennart Schräder vom Organisationsteam auf der Hand: "Das Studium ist relativ theoretisch aufgezogen und technisch geprägt. Gerade deshalb war es eine tolle Gelegenheit, dass wir selbstständig Erfahrungen im Bereich Projektmanagement sammeln konnten. Für mich persönlich umso wichtiger, weil ich später in dem Bereich beruflich Fuß fassen möchte".
Ähnlich positiv bewertet Christian Haupt, studentischer Hauptorganisator des Kongresses, die Veranstaltung: "Wir haben einen bereitgefächerten Einblick in die Speichertechnologie bekommen. Unsere Vorträge umfassten mehrere Bereiche, wie den Ringwallspeicher oder den Druckluftspeicher. Die Sichtweisen von mehreren Seiten waren uns Studierenden sehr wichtig. Politik, Wirtschaft und Industrie konnten viele Fragen beantworten."
Etwa die, warum Solar- und Windkraftanlagen zeitweise abgeschaltet werden oder wie Speichertechnologien in den Energiemarkt im höheren Maße integriert werden können oder ob ein stabiles Netz trotz eines hohen Anteils regenerativer Energien realisierbar ist.
Vor Ort als Fachreferenten waren Prof. Dr.-Ing. Matthias Popp (Ingenieurbüro Matthias Popp), Prof. Dr. Wolfram Münch (EnBW Energie Baden-Württemberg AG) und Dipl.-Ing. Andreas Acht (DEEP. Underground Technologies GmbH). Im Rahmen des World-Cafés standen den Kongressteilnehmern vier Experten zur Verfügung: Dipl.-Ing. Jörg Brasas (PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG), Christian Kracht (Stadtwerke Bielefeld), Ansgar Ottensmann, M.Sc. (FH Bielefeld) und Prof. Dr. Sonja Schöning (FH Bielefeld). Die Experten standen Rede und Antwort zu Themen wie "Welche Speichertechnologien sind für industrielle Anwendungen geeignet?", "Die Entkopplung von Wärme- und Stromproduktion durch Speichertechnologie", "Energiespeicher für Elektrofahrzeuge" und "Thermische Speicher, die Alternative zu elektrischen Speichern".
Der Kongress wurde von acht Studierenden des Studiengangs Regenerative Energien organisiert. Neben Christian Haupt und Lennart Schräder waren die Studierenden Laura Rollenbeck, Johannes Vogelsang, Philipp Richter, Michael Klenke, Matthias von Bieberstein und Dominik Schnell im Kongressteam aktiv.
Unterstützung erhielten sie von Professorin Dr. Eva Schwenzfeier-Hellkamp. Die Sponsoren der Veranstaltung waren die Stadtwerke Bielefeld und Phoenix Contact aus Blomberg. Der VDI OWL e.V. fungierte erneut als Kongresspartner.
Text: Cigdem Özdemir