Über 70 Einrichtungen aus den unterschiedlichen Bereichen Sozialer Arbeit und Kindheitspädagogik präsentierten sich und ihre Arbeit in den Räumen und auf den Fluren des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld.
Christiane Möcker, Organisatorin des vierten Praxistages und Leiterin des Praxisreferats, ist sichtlich begeistert von der positiven Resonanz auf die Veranstaltung. In ihrer Begrüßung betonte sie gegenüber den rund 400 Gästen die Wichtigkeit des unmittelbaren Kontakts zwischen Hochschule und Praxiseinrichtungen. Für die Studierenden sei der Praxistag eine optimale Gelegenheit zur Orientierung am regionalen Arbeitsmarkt und den verschiedenen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit allgemein.
Auch Dekan Professor Holger Hoffmann hat die am Praxistag sichtbare Leistungsfähigkeit der Sozialen Berufe in der Region hervorgehoben. Er unterstrich die positive Bedeutung des Anerkennungsjahres als Übergang zwischen Studium und Beruf. Der Fachbereich Sozialwesen hat diese Struktur in die neuen Studiengänge "Bachelor Soziale Arbeit" und "Bachelor Pädagogik der Kindheit" (PdK) übernommen. Der Dekan legte dar, dass die Integration von Theorie- und Praxisphasen das Rückgrat der Ausbildung an der FH Bielefeld sei.
Für den neuen Studiengang PdK erläuterte Studien- gangsleiterin Professorin Elke Schubert die Struktur der vorgesehenen Praxisphasen und brachte den Transfereffekt des Praxistages auf den Punkt. Die Theorie vermittle im direkten Kontakt mit der Praxis ihre Erkenntnisse aus der Forschung und umgekehrt kommuniziere die Praxis ihre Erfahrungen und Forschungsbedürfe an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Natascha Vox ist Studentin des Studiengangs PdK. Sie beschreibt den Kontakt an den Informationsständen als positiv. "Im unmittelbaren Gespräch lerne ich Institutionen kennen, die ich vorher gar nicht als potenzielle Praktikums- oder Arbeitsplätze im Kopf hatte. Das Informationsmaterial ist passend zu meinen offenen Fragen und hilft auch bei der Orientierung."
Umgekehrt konnten sich die teilnehmenden Institutionen ein Bild machen von den Studierenden in den Bachelorstudiengängen. Christiane Möcker fasste
am Ende der Veranstaltung zufrieden ihre Eindrücke vom Praxistag zusammen: "Die sozialen und kindheitspädagogischen Berufe haben sich als breites Spektrum sowohl inhaltlich als auch was die Trägerschaft und Organisationsform betrifft präsentiert. Erziehungshilfe, Integration von Migrantinnen und Migranten, Heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe, offene Jugendarbeit, Erlebnis - und Theaterpädagogik, Straffälligenhilfe, Frauen -, Erziehungs- und Familienberatung, Elementarpädagogik, Inklusion von Menschen mit Behinderung - alle diese Felder waren zu erkunden. Besonders freue ich mich, dass auch so viele Schülerinnen und Schüler der Einladung gefolgt sind und die Gelegenheit genutzt haben, sich sowohl über die Ausbildung an der FH Bielefeld als auch über Berufsperspektiven zu informieren."