„Das Runde muss ins Eckige“ hieß es am Dienstag, 17. Dezember, beim vierten virtuellen Fußballturnier „Java-Kicker“ auf dem Campus Minden.
Minden (fhb). Mehr als 50 Studierende aus dem ersten Semester Informatik, aufgeteilt in 17 Teams mit je einem, zwei oder drei Programmierern, nahmen am Turnier teil. Bereits seit Anfang Dezember haben sie an der Strategie gearbeitet, wie ihre Spielerfiguren, gesteuert durch die Programmiersprache Java, auf dem Platz agieren sollen. "So können sie Java spielerisch trainieren" erklärt der Lehrbeauftragte Stefan Sayk, der das Kicker-Turnier seit 2011 in seine Lehrveranstaltung für die Erstsemester einbaut.
Wie beim Fußball üblich, traten die Teams zuerst in Vorrunden gegeneinander an, um sich für die Finalrunden zu qualifizieren. In den Pausen konnten die Trainer-Teams noch einmal an ihrer Strategie feilen, nicht jedoch im Spiel selbst: "Nach Anpfiff spielen die Figuren eigenständig, da ist dann spannend, wie die Gegenmannschaft aufgestellt ist" stellt Sayk fest.
Sieger des Turniers war die Mannschaft "SV91 Loosing Winners" (Nils Dralle), gefolgt von "Mensch ist der United" (Daniel Beneker, Tobias Jacoby), auf Platz drei das Frauenfußballteam "Balla das da rein" (Sarah Stehling, Angelika Szewezyk und Oxana Zurakovskaya) und auf dem vierten Platz "The Chosen" (Dario Gladbach, Nils Kohlmeier und Ronald Lepp). Die vier besten Mannschaften erhielten eine Urkunde und eine Tasse.
Sayk: "Der Sieg des Tages war kurios, weil die beiden Finalisten sich bereits in der Vorrunde gegenüber standen und das Ergebnis da genau umgekehrt ausfiel." In der ersten Begegnung unterlag das spätere Siegerteam "Loosing Winners" den zweiten "Mensch ist der United" mit 0:4. Im Finale gewann "Loosing Winners" dann mit 2:0. Sayk: "Wenn zwei gleichstarke Mannschaften aufeinandertreffen, kann auch einmal der Zufall ein Spiel entscheiden, denn die einzelnen Spieler werden bei jedem Match nach dem Zufallsprinzip aufgestellt."
Der Dozent möchte Java Kicker auch für andere zugänglich machen und zusammen mit den Studierenden die Website www.javakicker.de künftig etwas mehr beleben. "Dann kann man weltweit online mitspielen."
Einen Sonderpreis müsste es eigentlich für die kreative Namenswahl der Teams geben. Dann hätten vielleicht auch "Die drei lustigen Fünf" oder "Die Zeugen Yeboahs" eine Auszeichnung erhalten, obwohl sie es nicht bis ins Finale geschafft haben.