Bielefeld/Minden (fhb). In der vergangenen Woche haben sich 288 Studierende und Beschäftigte der Fachhochschule (FH) Bielefeld am Campus Minden und in Bielefeld typisieren, also bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Dafür werden die persönlichen Daten auf einem Bogen erhoben und mit zwei Wattestäbchen Schleimhautproben aus dem Mund entnommen. Dann werden die Proben auf die sogenannten HLA-Merkmale getestet und mit den persönlichen Daten registriert. Wird ein Spender gesucht, kann man dann eventuell in Frage kommen. "Vorher wird man aber noch ausführlich untersucht", erklärt Jessica Bönemann, Mitarbeiterin der DKMS. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten, zu spenden: In 80 Prozent der Fälle bekommen die Spender fünf Tage lang ein körpereigenes Hormon. Anschließend werden die Stammzellen - ähnlich einer Plasmaspende - aus dem Blut entnommen. Lediglich bei 20 Prozent ist eine Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm erforderlich. Das geschieht unter Vollnarkose und birgt nur das Risiko der Narkose. Übrigens: Knochenmark und Rückenmark haben nichts miteinander zu tun!
Organisiert haben die Typisierungsaktion die Studentinnen Kristin Kripker und Katja Rückriem. Sie studieren an der FH Bielefeld "Anleitung und Mentoring in den Gesundheitsberufen" und haben im Rahmen des Moduls Konzeptentwicklung und Projektmanagement ein Projekt organisiert. "Wir sind auf die Hochschulaktionen der DKMS aufmerksam geworden und wollten das gern unterstützen, sagte Kristin Kripker. In Kooperation mit der Hochschulverwaltung haben die Studentinnen Genehmigungen eingeholt, Datum und Standorte festgelegt und die Termine in den sozialen Medien mit einem Video beworben. Abschließend werden sie die Typisierungen noch evaluieren.
Die DKMS freut sich über die Aktion: "Wir arbeiten viel an Hochschulen. Denn je jünger man sich registrieren lässt, desto länger ist man in der Datei", sagt Jessica Bönemann. "Das sollte aber auch keinen Älteren von einer Typisierung abhalten!"
Alles weitere zum Spender-werden unter www.dkms.de