Bielefeld (fhb). Felix Hüffelmann und Jewgeni Roppel, Absolventen des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule (FH) Bielefeld, waren bei dem Fotografiewettbewerb „gute aussichten – junge fotografie 2015/16“ erfolgreich. Ihre Abschlussarbeiten werden nun mit denen weiterer Gewinner in einer Wanderausstellung präsentiert und sind aktuell bis zum 17. April 2016 in den Deichtorhallen im Haus der Photographie in Hamburg zu sehen.
Felix Hüffelmann beschäftigte sich in seiner medienübergreifenden Serie „The Dark Side of the Moon“ mit dem brisanten Thema Überwachung. Als die weltweite Bespitzelung der National Security Agency durch deren ehemaligen Mitarbeiter Edward Snowden 2013 aufgedeckt wurden, fiel dem Fotografen auf, dass der Abhörskandal in den Medien kaum angemessen optisch dargestellt wurde beziehungsweise konnte. Die immer gleichen Agenturfotos langweilten ihn. So stellte er in seiner Abschlussarbeit an der FH Bielefeld, die von Prof. Emanuel Raab und Prof. Dr. Anna Zika betreut wurde, entsprechende Abhörsituationen dar. Ein geheimes Abhörzimmer in Weißrussland gehört ebenso dazu wie die ehemalige Abhöranlage der Amerikaner auf dem Berliner Teufelsberg.
In der Abschlussarbeit von Jewgeni Roppel geht es um so genannte "spirituelle Sehnsuchtsorte" in Westsibirien, die als "Magnete" bezeichnet werden. Das Areal dort ist groß genug und abgelegen, so dass sich diverse Glaubensgemeinschaften ansiedelten, um sich an neuen Lebensentwürfen zu versuchen. Viele dieser "Aussteiger" folgen einem oder mehreren spirituellen Führern und suchen jenseits der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nach alternativen Lebensformen, die häufig im geistigen Verbund mit der Natur und deren Kräften stehen. Roppel hat diese bioenergetischen Orte bereist, um der neuen „Hoffnung“ auf die Spur zu kommen. Neben seinen Fotos besteht die Serie, die von Prof. Roman Bezjak und Prof. Dr. Kirsten Wagner betreut wurde, aus einem Buch, einem Video und einem magischen Stein.