04.05.2011

FH-Handballer führen zur Pause mit 19:16

Freundschaftliches Kräftemessen mit der Uni, die schlussendlich ein Tor besser ist.

Bielefeld (fhb). Zur Pause sieht es noch gut aus. Das bittere Ende kommt zwei Minuten vor Schluss: zum ersten Mal geht das Handball-Team der Uni Bielefeld in Führung. In Unterzahl und im Gegenzug dann die Chance für die FH Bielefeld: 7 Meter-Strafwurf. Flach - als Aufsetzer -  in die Mitte, der Torwart hat's geahnt, Fußabwehr. Gehalten. 36:35 gewinnt die Heimmannschaft, denn es wird in der Uni-Sporthalle gespielt. Abends, am 2. Mai. Vor "ausverkauftem" Haus, geschätzten 250 durchweg jungen Leuten. Mindesten gleichwertig, wenn nicht ein bisschen besser: das Gästeteam von der Fachhochschule, 14 Mann stark. Alles gestandene Handballer. Deshalb auch alle maßlos enttäuscht nach Spielschluss. Sie hätte nicht sein müssen, diese Niederlage. 19:16 führten sie zur  Pause.

Der Altinternationale Volker Zerbe, bekannte Handball-Ikone des TBV Lemgo, dort Sport-Geschäftsführer und nebenbei auch Stiftungsrat des Studienfonds OWL , hatte es sich nicht nehmen lassen, höchstpersönlich die Partie als Schirmherr anzumoderieren, mit geschultem Auge hinzuschauen und bei der Pokalübergabe, ein so genannter Wanderpokal, anerkennend zu formulieren: "Wir haben gerade all das gesehen, was unseren Sport auszeichnet und was ihn so attraktiv macht."

In der Tat: 60 Minuten rauf und runter. Die FH immer ein, zwei Tore vorne, gar vier Mitte der ersten Halbzeit. Gefälliges Spiel über die Halbpositionen, die Außen allerdings wenig einbezogen. Dass da ein paar Kollegen mitspielen, deren Wege sich nicht zufällig kreuzen, eben weil sie im Verein zusammenspielen - hüben wie drüben - ist auch nicht zu verkennen. Platzierte Würfe aus der zweiten Reihe, und immer wieder exakte Anspiele an den Kreis, erfolgreich abgeschlossen. Die Torleute gut auf beiden Seiten, obwohl die Heimmannschaft gleich drei ins Rennen schickte. Nacheinander, versteht sich. Drei gelbe Karten für die Uni, drei Zwei-Minuten-Strafen für die FH. Nun, an den Schiedsrichtern lag es nicht, dass zum Schluss…

Insgesamt: Ein erfreuliches Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die demnächst vielleicht ein gemeinsames Team bilden und Bielefeld bei den 'Deutschen Handball-Hochschulmeisterschaften' vertreten. Ein Sportereignis, dass deshalb zustande kam, weil sich sowohl die Vertreter des Uni-Hochschulsports als auch zwei Handballbegeisterte aus der FH-Verwaltung mächtig ins Zeug gelegt  hatten: Erhard Krebs und Karin Rietenberg trommelten die Mannschaft zusammen, organisierten bis ins Detail und kümmerten sich gar um Pokal und Umhäng-Medaillen. "Zu erschwinglichen Preisen", wie Krebs verriet, denn Sponsoren gab's keine.

Beide Hochschulen sind sich einig, dass dieses Spiel der Auftakt war, um die weitere Zusammenarbeit zu intensivieren. Die Veranstalter: "Der Hochschulsport Bielefeld möchte diese Veranstaltung in Zukunft gerne zu einem jährlich stattfindenden Event ausbauen und somit fest in seinem Rahmenterminplan verankern."

Zum FH-Team gehörten: Pascal Welge (Koordinator), Christian Potthoff, Johann Kleimann, Dennis Matthews, Kai-Daniel Uhlemeyer, Marcel Ortjohann, Steffen Tiede, Mario Fleiter, Julian Peitzmeier, Henning Kiel, Julian Klima, Tobias Siltmann, Kai Venkord, Markus Pape.