02.06.2016

Austausch über Entwicklung des Studienorts Gütersloh

13. Unternehmeraustausch zum praxisintegrierten Studium am Studienort Gütersloh.

Gütersloh (fhb). Marcus Miksch, Leiter des Ressorts wissenschaftliche Weiterbildung und praxisintegrierte und berufsbegleitende Studienkonzepte an der Fachhochschule (FH) Bielefeld, begrüßte am Donnerstag, 2. Juni 2016, zum 13. Mal die kooperierenden Unternehmensvertreter der FH Bielefeld am Studienort Gütersloh zum Unternehmeraustausch.
Ziel der Veranstaltung ist, die Kommunikation mit, aber auch unter den Unternehmen zu fördern und sich über Erfolge und Entwicklungen des praxisintegrierten Studiums in den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Mechatronik / Automatisierung auszutauschen. Beim praxisintegrierten Studium verbringen die Studierenden abwechselnd Praxisphasen über elf Wochen in einem Unternehmen und Theoriephasen über zwölf Wochen an der FH Bielefeld.
Ganz unterschiedliche Themen wurden bei diesem Treffen besprochen. So berichtete Professor Dr. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik, über einen möglichen Ausbau des Studienortes.
Professor Werner Schwerdtfeger stellte anschließend die Planungen zum neuen Masterstudiengang „Angewandte Automatisierungstechnik“ vor, der zum Sommersemester 2017 in Gütersloh starten soll.
Vor etwa zwei Wochen wurde der mittlerweile dritte Absolventenjahrgang verabschiedet. Damit die Alumni auch künftig den Kontakt zur Hochschule und zum Studienort halten können, haben ehemalige Studierende den Verein „Alumni INGT e.V.“ gegründet. Der 1. Vorsitzende Benedikt Daut stellte diesen vor.
Möglicherweise werden auch bald einige ausländische Studierende zu Alumni dieses Vereins. Denn an der FH Bielefeld besuchen derzeit 13 Geflüchtete einen Deutschkurs, mit dem Ziel, das Sprachlevel zu erreichen, das sie für einen Hochschulzugang benötigen. Möglicherweise werden einige von ihnen bald in Gütersloh studieren. Die ehemalige Präsidentin der FH Bielefeld, Professorin Beate Rennen-Allhoff, stellte als Flüchtlingsbeauftragte der Hochschule das Projekt vor. Unter dem Motto „Identifikation, Qualifikation, Integration“ hatte Rennen-Allhoff im Herbst vergangenen Jahres ein Konzept ausgearbeitet, wie studierwillige Geflüchtete auf ein Studium vorbereitet werden können. Im Januar 2016 startete der Deutschkurs auf dem FH-Campus in Minden, wo seit dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 30 Stunden pro Woche unterrichtet werden. Sandra Schoeß vom Akademischen Auslandsamt der FH Bielefeld betreut das Projekt operativ und arbeitet dabei eng mit den Kommunen und Jobcentern zusammen. Die Beteiligten auf allen Seiten mussten dabei zunächst viel über die Abläufe und Zuständigkeiten lernen. „Doch nun wird alles immer konkreter, die Teilnehmer haben gut Deutsch gelernt und einige werden sich um einen Studienplatz bewerben“, erklärte Rennen-Allhoff. Sie ist davon überzeugt, dass der Einstieg in die Berufspraxis die Integration enorm fördern kann. Zusammen mit Sandra Schoeß nutzte sie die Gelegenheit, bei den Unternehmen dafür zu werben, die Bewerbungen der Personen zu sichten und ihnen beispielsweise ein Praktikum zu ermöglichen. 

Kontakt zum Akademischen Auslandsamt der FH Bielefeld:
sandra.schoess@fh-bielefeld.de