Bielefeld (fhb). Der Wettbewerb um den Lehrpreis 2012 der Fachhochschule (FH) Bielefeld, dotiert mit 3.000 Euro für den ersten, 2.000 Euro für den zweiten und 1.000 Euro für den dritten Platz, kommt in die heiße Phase: Am heutigen Dienstag entscheidet die achtköpfige Jury über die Erstplatzierten und zeichnet damit drei Lehrende der Hochschule für ihre Lehrkonzepte und ihre herausragenden didaktischen Leistungen aus.
Nachdem das Präsidium der FH und die Fachhochschulgesellschaft - Verein der Freunde und Förderer e.V. alle Studierende eingeladen hatte, lehrpreiswürdige Dozentinnen und Dozenten zu benennen, waren bis Mitte Juli 67 Vorschläge beim Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Dr. Andreas Beaugrand, eingegangen, auf die nun insgesamt 24 definitive Bewerbungen seitens der Lehrenden um den Preis folgten.
"Wir haben Bewerbungen von allen Studien- und Standorten bekommen", beschreibt Dr. Karin Ilg, Leiterin der Hochschulbibliothek und Jurymitglied, die Beteiligung der Lehrenden. Die jeweiligen Bewerbungen seien ganz unterschiedlich ausgefallen, und somit sei vom 20-seitigen Fließtext mit Fußnoten bis zur "Powerpoint"-Präsentation mit medialen Elementen alles dabei. "Die Bewerbungen muten zum Teil wie ein Probestück der eigenen Lehre an. Beispielsweise schaffen multimediale Elemente Vielfalt und können veranschaulichen, wie die Lehrenden arbeiten", sagt Ilg. Prof. Beaugrand bestätigt, dass "wieder einmal offensichtlich wird, dass unsere ureigentliche Aufgabe darin liegt, den Studierenden unserer Hochschule qualitätsvolle Lehre zu bieten - und genau das fördern wir mit dem Lehrpreis."
Der Jury obliegt es nun, anhand von festgesetzten Kriterien aus den Bewerbungen die drei Besten auszuwählen. Ihr Augenmerk liegt dabei auf aktivierenden und motivierenden didaktischen Ansätzen ebenso wie auf dem Einsatz innovativer Lehrmethoden, beispielsweise im E-Learning-Bereich. Beurteilt werden sowohl die Interaktivität zwischen den Lehrenden und den Lernenden als auch der Grad, in dem Studierende in ihrem individuellen Kompetenzerwerb unterstützt werden.
Neben der Bewerbung bezieht die Jury auch die Begründung der Studierenden mit in ihre Auswahlentscheidung ein. "Das Schöne am Lehrpreis ist auch, dass man anhand der Aussagen der Studierenden sieht, dass sie sich von der Lehre trotz hohen Drucks im Studium richtig begeistern lassen", so Karin Ilg. Die Begründungen der Studierenden würden zeigen, dass neben fachlicher Kompetenz und anschaulicher Vermittlung der Lehrinhalte auch Softskills der Dozentinnen und Dozenten wie Motivationsfähigkeit, eine wertschätzende Haltung und persönliches Engagement gleichermaßen von hoher Bedeutung für die Studierenden seien. "Wir sehen", so bestätigt der Vizepräsident für Studium und Lehre, "dass engagierte und die Studierenden ansprechende Lehre selbst in Zeiten von internet- und netzbasierter Lernmöglichkeiten unverzichtbar ist".
Drei Lehrende der Fachhochschule Bielefeld werden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet und ein Preisgeld für ihre gute Lehre erhalten, das wiederum studentischen Projekten zugute kommen soll. Die Verleihung des Lehrpreises wird am 8. November im Anschluss an die Senatssitzung im Videostudio des Fachbereichs Gestaltung stattfinden.
Die Jury:
Prof. Dr. Andreas Beaugrand (Vizepräsident für Studium und Lehre, FH Bielefeld), Prof. Dr. Tobina Brinker (Leiterin des Netzwerks Hochschuldidaktische Weiterbildung Nordrhein-Westfalen hdw_nrw an der FH Bielefeld), Nils Günther (Fachhochschulgesellschaft - Verein der Freunde und Förderer e.V.), Dr. Karin Ilg (Leiterin der Hochschulbibliothek), Joachim Martensmeier (Dezernent für Bildung, Jugend und Soziales der Stadt Gütersloh), Prof. Dr. Matthias Upmann (Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Fachbereich Life Science Technologies) sowie die Studierenden Christopher Brauckmann und Georgiy Chernyak.