05.09.2011

Dank an Hochschulmitglieder für ihre aktive GENIALE-Beteiligung

Endspurt: Die „Lange Nacht der Wissenschaft“ war am späten Freitag angesagt, und die zweite „Wissensmeile“ lud am Samstag ein.

Bielefeld (fhb). Endspurt - und alle Beteiligten legten sich noch einmal so richtig ins Zeug: die „Lange Nacht der Wissenschaft“ war am späten Freitag angesagt, und die zweite „Wissensmeile“ lud am Samstag am Altstädter Kirchplatz noch einmal zum Mitmachen ein. Acht Tage prägte das so genannte „Science-Festival“ GENIALE den Bielefelder Veranstaltungskalender. Die Hochschulen machten mit, unter ihnen die überaus aktive Fachhochschule Bielefeld. Deren Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Bahndorf  hielt fest: „Mein Dank geht an die vielen aktiven Mitglieder unserer Hochschule, die unseren Auftritt zu einer rundweg gelungenen Sache gemacht haben.“

Bahndorf, selbst mit einem Informationsstand über „Seifenblasen zur Generierung freier Formen“ auf der „Wissensmeile“ vertreten, kann vergleichen. Schon auf der ersten GENIALE im Jahre 2008 machte er mit. Damals war der Aufwand an Experimenten, Vorführungen und Erklärungen etwas bescheidener. Das Motto überzeugte aber damals schon: „Die Hochschule verlässt ihren Elfenbeinturm und erklärt einem breiten Publikum, was sie macht“, so der Vizepräsident und Mitorganisator des FH-Programms. Mit der „Wissensmeile“ im Herzen der City habe man dieses Vorhaben mit großer Publikumsresonanz an den insgesamt drei Veranstaltungstagen hundertprozentig erfolgreich umgesetzt.     

Prof. Dr. Hans-Georg Gülzow, der Dekan des Mindener Fachbereichs Architektur und Bauingenieurwesen, sieht das ähnlich. Zwar sei klar gewesen, dass es auf der „Wissensmeile“ in erster Linie nicht um das Bewerben des studentischen Nachwuchses für das kommende Jahr gehen würde. Man habe sich deshalb auf die Jüngeren und ihre Eltern eingestellt. Und die richtige Ansprache gefunden. Mit neun Projekten war sein Fachbereich vertreten. Rückmeldung aus dem Kollegenkreis: Kundschaft ohne Ende. Auch wichtig, so Gülzow: Wir Mindener müssen in Bielefeld Flagge zeigen.

Das samstägliche Hochsommerwetter trug sicherlich mit dazu bei, dass die Innenstadt belebt war wie selten in diesem Sommer und dass die GENIALE zum entspannten City-Schauplatz wurde. Tags zuvor gestaltete sich dies für die FH etwas komplizierter. Zwar spielte auch hier der Wettergott mit. Doch wenn zu gutes Wetter in den eigenen Garten lockt, zudem ein Fußball-Länderspiel live übertragen wird und drittens die Anreise zum dezentral gelegenen Veranstaltungsort einiges an Mühe abverlangt – wer will da noch viele Besucher erwarten?

Die „Lange Nacht der Wissenschaft“ hatte mit diesen konkurrierenden Begleiterscheinungen zu kämpfen. Und hat, bei näherem Betrachten, durchaus gewinnen können. Von achtzehn bis vierundzwanzig Uhr waren Am Stadtholtz und an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße die Tore und Türen des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik geöffnet. Hier machte es nicht die Masse an Besuchern, sondern – wenn man so will – die Klasse. Wer da war, interessierte sich für etwas Spezielles, wollte Genaueres wissen. Etwa, wie aus einem virtuellen Modell ein echtes Kunststoffobjekt wird. Oder wie die solare Stromerzeugung und Stromspeicherung mit Photovoltaik funktioniert.

Hatte sich hier ein ganzes Team von Hochschullehrern und wissenschaftlichen Mitarbeitern zusammengefunden, standen dort engagierte studentische Hilfskräfte am Rechner oder Reagenzglas, um die Welt der Technik den jungen Gästen und deren Eltern zu erklären.

Doch auch abseits der Technik wurde eifrig mitgemacht: „Verstehen wir uns?“, hatten Prof. Dr. Ulrike Weyland, Karin Böhmker und Martha Jopt von der Lehreinheit Pflege und Gesundheit ihr viel beachtetes Projekt zur „Jugendsprache in der Wahrnehmung von Erwachsenen“ samt Rollenspiel überschrieben. Jede Generation pflegt demnach ihren eigenen Sprachstil und ihre Spezialausdrücke. Katja zu ihrer Mutter: „Heute geh‘ ich  ne Runde abhotten und durchsumpfen in der Zappelbude.“       

Die Sprache der GENIALE war ansonsten generationsübergreifend verständlich: Technik zum Erleben, Spaß am Entdecken. Vizepräsident Prof. Joachim Bahndorf denkt schon ein wenig voraus, denn Aufwand und Ertrag stehen seiner Meinung nach in einem vernünftigen Verhältnis: „Die nächste GENIALE soll anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt Bielefeld durchgeführt werden. Wir sollten auf jeden Fall wieder aktiv mitmachen.“